Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.09.2012

10:01 Uhr

Tranporter-Neuheiten auf der IAA

Spritspartechnik für jede Gewichtsklasse

Quelle:mid

Die Fahrzeugklasse der Transporter gilt als klassischer Wachstumsmarkt. Das möchte sich Ford zur IAA mit einer großen Produktoffensive zunutze machen. Unter den Wettbewerbern ragt Daimler mit dem Citan heraus.

Rund 600.000 Opel Vivaro liefen schon im britischen Luton von den GM-Bändern. Bei einem dortigen Spritspartest war er der sparsamste Transporter mit 5,1 Litern Diesel auf 100 Kilometer. 

Rund 600.000 Opel Vivaro liefen schon im britischen Luton von den GM-Bändern. Bei einem dortigen Spritspartest war er der sparsamste Transporter mit 5,1 Litern Diesel auf 100 Kilometer. 

Hannover/DüsseldorfDrängt die Lieferzeit, müssen es die Transporter richten. Triebfeder der Nachfrage ist auch das 24-Stunden-Lieferversprechen vieler Internet-Anbieter. Das kleinteilige Zustellgeschäft im Nahbereich wird meist von 2,8- bis 3,5-Tonnern übernommen. Die bieten mit langen Radständen und Hochdächern Ladevolumen bis zu 17 qm und mit starken Dieselmotoren freie Fahrt auf der Autobahn. Stückzahlkönige in dieser Klasse sind nach wie vor VW-Transporter und Mercedes Sprinter, auch Ford Transit oder Fiat Ducato und seine Zwillinge aus dem Ford, hierzulande die Nummer 3 in der Transporter-Szene, hat sich für die Zukunft viel vorgenommen.

Die große Produktoffensive des Konzerns schließt die komplette Erneuerung des Nutzfahrzeugprogramms mit ein. Bis 2016 möchte Ford in Europa für sich 500 000 verkaufte leichte Nutzfahrzeuge pro Jahr reklamieren, was einem Anstieg des Marktanteils auf mehr als 13 Prozent bedeuten würde. Im Mittelpunkt der ambitionierten Aktivitäten steht der Ford Transit, von dem mehr als 6,3 Millionen Fahrzeuge europaweit verkauft wurden.

In der Nutzlastklasse von einer Tonne (und darüber) steckt der Transit Custom sein Revier neu ab. Mit schlanker, betont aerodynamischer Karosserie und hochwertigem Innenraum fokussiert er jetzt auf den VW-Transporter und den Mercedes Vito.

Unter dem Blech bleibt es bei Hausmannskost: einer starren blattgefederten Hinterachse, die sich gut abgestimmt präsentiert. Die TDCI-Diesel mit 2,2 Litern Hubraum sind als sparsam bekannt, sie werden mit 74kW/100 PS, 92 kW/125 PS und 114 kW/155 PS angeboten. Bis zu 3,3 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht reicht die Palette, der Fronttriebler Custom kann legal bis zu 1 400 Kilogramm Nutzlast stemmen und Anhänger bis 2,5 Tonnen an den Haken nehmen.

Die ab 2013 erhältliche zweite Generation des Stadtlieferwagens Ford Transit Connect basiert auf dem Ford C-Max. 

Die ab 2013 erhältliche zweite Generation des Stadtlieferwagens Ford Transit Connect basiert auf dem Ford C-Max. 

Darüber soll sich der neue große Ford Transit behaupten, er feiert zur IAA Nutzfahrzeuge seine Weltpremiere. Mit seinen Eckwerten – rund zwei Tonnen Nutzlast, Motorleistungen bis zu 114 kW/155 PS, bis drei Tonnen Anhängelast – tritt er gegen MB Sprinter, VW Crafter, Renault Master & Co an. Wahlweise mit Frontantrieb als 3,5-Tonner oder angetriebener Hinterachse für höhere Transportgewichte und mit Zwillingsbereifung bleibt er vorerst auf fünf Tonnen limitiert.

Als Produkt der "One Ford"-Strategie soll er nicht nur Europas Straßen bevölkern, sondern mit 3,5-Liter-Ecoboost-Benzinern und Automatikgetriebe auch in Nordamerika zum Einsatz kommen. Das gesamte Einsatzspektrum wird mit drei Radständen und drei Dachhöhen abgedeckt, das maximale Ladevolumen soll bis 15 Kubikmeter reichen. Das Fahrpersonal profitiert von der neuen Innenraumqualität: durch einen attraktiven Armaturenträger, verstellbares Volant und bessere Sitze.

Für Europa wird der Transit in der Türkei gebaut, lieferbar ist der Neue erst ab der zweiten Jahreshälfte 2013. Das gilt ebenso für den Neuling zwei Klassen darunter. Ford erneuert just in time auch den Transit Connect, der Stadtlieferwagen von Ford feiert seine Weltpremiere in Hannover.

Der Mercedes Sprinter ist künftig optional mit spritsparender 7-Gang-Automatik erhältlich. 

Der Mercedes Sprinter ist künftig optional mit spritsparender 7-Gang-Automatik erhältlich. 

Fast jeder Hersteller präsentiert seine 2012er-Transporter modellgepflegt, wie der Marktführer Mercedes, der für seinen 3,5-Tonner Sprinter jetzt auf Wunsch ein Siebengang-Automatikgetriebe anbietet. Das weltweit erste Getriebe dieser Art stammt aus den E- und S-Klasse-Limousinen und verfügt über eine vollelektronische Steuerung – selbstverständlich haben die Schwaben den Wandler-Getriebeautomat an die speziellen Anforderungen im schweren Transporterbetrieb angepasst.

Eine kurze Übersetzung im ersten Gang steigert das Anfahrvermögen, bei hohen Geschwindigkeiten schont eine lange Übersetzung mit niedrigen Drehzahlen den Motor und das Kraftstoffbudget. Und die Sprünge zwischen den einzelnen Gangstufen fallen bedeutend geringer aus als mit handelsüblichen Sechsganggetrieben. Kombinierbar ist die Automatik mit den Funktionen des Spritsparprogramms BlueEfficiency: mit Start-Stopp-System, mit geregelter Lenkservopumpe, intelligentem Generatormanagement und einer elektrisch geregelten Kraftstoffpumpe. Nicht zuletzt mit Hilfe der rollwiderstandsarmen Reifen soll der 3,5-Tonner nur 7,4 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer konsumieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×