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25.04.2011

15:42 Uhr

Treibstoff wird knapp

Einen Liter Benzin für 9,99 Euro

Das ist gar nichts für die Seele eines Schwaben: Im „Ländle“ kostete ein Liter Benzin 9,99 Euro. Da musste sogar die Polizei anrücken, als Kunden nicht zahlen wollten. Doch insgesamt blieb das Chaos weitgehend aus.

Kein Schnäppchen: Die Preisanzeige einer Tankstelle in Filderstadt am Ostermontag. Quelle: dapd

Kein Schnäppchen: Die Preisanzeige einer Tankstelle in Filderstadt am Ostermontag.

BerlinPreisschock an der Zapfsäule: 9,99 Euro kostete ein Liter Superbenzin am Ostermontag an einer Esso-Tankstelle in Filderstadt. Da der Kraftstoff nur noch in geringer Menge vorrätig war, sollten die Kunden dadurch vom Tanken des Superkraftstoffes abgehalten werden, wie die Polizei berichtete.

Zusätzlich waren an den Zapfsäulen Hinweise angebracht, kein Superbenzin zu tanken. Trotzdem tankten zwei Kunden und fielen an der Kasse aus allen Wolken.

So wunderte sich eine Frau aus Filderstadt als sie für 20 Liter Superkraftstoff rund 200 Euro bezahlen musste. Ein anderer Kunde tankte zehn Liter und sollte rund 100 Euro hinblättern. Beide weigerten sich zunächst, zu bezahlen und riefen stattdessen die Polizei. Der Mitarbeiter der Tankstelle war sich laut Polizei keiner Schuld bewusst, da er keinen Einfluss auf die Kraftstoffpreise habe.

„Die Preise werden von der Zentrale eingestellt“, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die Kunden jedenfalls bezahlten ihren Einkauf und hoffen nun auf eine gütliche Einigung mit der Geschäftsleitung der Tankstelle am Dienstag. An der Tankstelle wollte sich am Montagmittag niemand zu dem nächtlichen Vorfall äußern.

Rainer Hillgärtner, Sprecher des Auto Club Europa, sagte, dass „das an den Schwarzmarkt erinnere. Dass Weltkonzerne in einen Versorgungsengpass hineinstolpern, wie Betrunkene in einen Dorfteich, ist kaum zu glauben. Dem Grunde nach müsste jetzt die Gewerbeaufsicht von Amtswegen Ermittlungen aufnehmen. Das gilt auch für falsche Preisangaben und Wucherpreise an den Zapfsäulen“.

Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa am Montagmittag bei Tankstellen in und um Stuttgart gaben zwei von zehn an, keinen Superkraftstoff mehr zu haben, bei fünf war dagegen noch genügend Benzin vorhanden. Drei Tankstellenbetreiber wollten keine Auskunft zu den Versorgungsengpässen bei Super, Superplus und Biosprit E10 erteilen.

Kommentare (20)

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Account gelöscht!

25.04.2011, 17:29 Uhr

jeder hat das recht auf niedrige/hohe benzinpreise. zu sagen, es sei gut wenn der sprit teuer wäre um so das konsumverhalten zu beeinflussen ist quatsch. wer sein geld für teure autos die viel verbrauchen ausgeben will ist genauso betroffen wie der, der ein sparsames auto fährt und sein geld verschleudert, indem er kreuzfahrten macht.

zu sagen, der eine habe den hohen spritpreis verdient und der andere nicht ist totaler blödsinn.

wolfi

25.04.2011, 17:46 Uhr

Jo mei, dös is halt Krünenpolitik, gell. Frei mi scho wenn die Supermärkte nächstens mit dem Radl beliefert werden.
Do werns aber schaun, die Rot-Grünen Möchtegern Politiker.

joachim

25.04.2011, 17:52 Uhr

Man sollte wirklich erst das Hirn einschalten, bevor solcher Schwachsin schreibt oder man ist Radfahrer, hat die Führerscheinprüfung natürlich nicht bestanden und lebt auf Kosten der Anderen (von Harz 4).

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