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02.04.2013

11:20 Uhr

Trend 2013

Autofahrer sparen an allem

Quelle:MID

Den deutschen Autofahrern sitzt das Geld nicht mehr so locker in der Tasche. Daher sparen sie in allen Bereichen wie der Wartung und bei den Reparaturen. Auch die Bereitschaft zum Neuwagen-Kauf ist zurückgegangen.

Deutsche Autofahrern sparen derzeit laut einer Umfrage auch bei Wartung und Reparatur ihres Fahrzeuges. MID

Deutsche Autofahrern sparen derzeit laut einer Umfrage auch bei Wartung und Reparatur ihres Fahrzeuges.

Losheim am SeeDas Auto, der Deutschen liebstes Kind? So ganz scheint die Binsenweisheit nicht mehr zu stimmen. Zumindest kalkuliert die Mehrheit der Autofahrernation ihre Ausgaben schärfer denn je, spart sogar in sicherheitsrelevanten Bereichen wie Reparatur und Wartung.

16 Prozent der für den Trend-Tacho 2013 der Kfz-Sachverständigen-Organisation KÜS Befragten begründeten ihre Zurückhaltung mit Budget-Knappheit, fünf Prozent mehr als 2012. Diejenigen, die den Kauf eines Neuwagens planen und durchschnittlich 25.500 Euro auszugeben bereit sind, erwarten laut KÜS hohe Händler-Rabatte. Höher im Kurs stehen jedoch Gebrauchtwagen. Dafür wollen zwei Drittel der Interessenten jedoch nicht mehr als 10.000 Euro ausgeben.

Ganz oben auf der Pkw-Einkaufsliste steht mit einem Anteil von 40 Prozent die Mittelklasse, gefolgt von Kleinwagen mit 17 Prozent und Fahrzeugen der unteren Mittelklasse und der Kompaktklasse mit 14 Prozent. Bei den bevorzugten Antriebsarten liegen Fahrzeuge mit Benzinmotor mit einem Anteil von 43 Prozent deutlich vor denen mit einem Dieselaggregat, die 35 Prozent der Befragten präferieren.

Erdgas-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge kommen zusammengerechnet auf vier Prozent, die verbleibenden 18 Prozent entfallen auf noch unschlüssige Personen. Gering ist die Absicht, auf ein eigenes Auto zu verzichten und statt dessen eines der Carsharing-Angebote zu nutzen: Der Umfrage zufolge ziehen dies lediglich zehn Prozent der Befragten in Betracht.

Kommentare (9)

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Kamerun

02.04.2013, 12:45 Uhr

Früher kauften auch Rentner oftmals ein neues Auto. Heute nicht mehr. Wie soll es mit 0,25 % Rentenerhöhung brutto gehen? Seit Jahren sinkt die Nettokaufkraft der Rentner und der meisten Arbeitnehmer massiv. Explodierende Strom- und Energiepreise, massiv steigende kommunale Abgaben sowie die Verteurung der wichtigsten Lebensmittel lassen keine Investitionsspielräume mehr. Wie heißt es noch: "Autos kaufen keine Autos". Schuld an der Misere ist die deutsche Politik, die uns ans Pleiteausland ausverkauft und die den Geldesel für alle Welt spielt. Diese Schecks sind längst nicht mehr gedeckt: Zypern lässt grüßen. Die Enteignungsfolgen sind bekannt. Ein Neuanfang ist mit der "Alternative für Deutschland" möglich. Millionen Bürger sollten den Schritt wagen.

Privatier

02.04.2013, 16:05 Uhr

Schneller, als beim privaten Neuwagenkauf, kann man sein Geld kaum vernichten.
Ein 80 tausend Euro Wagen z.B Mercedes oder BMW bringt nach 2 Jahren nicht mal mehr die Hälfte.
Wer soll sich denn, bei dem Wertverlust, privat einen großen Neuwagen anschaffen.

Account gelöscht!

02.04.2013, 17:30 Uhr

Ich hab mich auch aus der Spirale verabschiedet. Wenn die 25.000 für einen Mittelklassewagen wirklich solide investiert wären - d.h. in ein sehr lang haltendes Fahrzeug, dann wäre das noch zu überlegen. Aber das ist es nicht. Kaum fährt man einen Neuwagen vom Hof - egal wie hoch die Rabatte sind - verreckt dessen Kurs förmlich. Weiterhin ist lauter Zeug drin, was ich weder will, noch brauche. Also lasse ich es bleiben, fahre weiter meinen Youngtimer und lasse die ganzen Leaser die Wirtschaft am Leben erhalten. Ich habe darauf keine Lust und solange sich die Autoindustrie nicht besinnt, kaufe ich keinen Neuwagen mehr. Basta.

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