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26.03.2012

14:10 Uhr

Trotz hoher Spritpreise

Deutsche bleiben Diesel und Benziner treu

Quelle:MID

Gas ist als Antrieb gescheitert, der Hybrid dümpelt vor sich hin und das Elektroauto kann man so gut wie ganz abschreiben. Deutsche Autokäufer bleiben trotz hoher Kraftstoffpreise Benzin- oder Diesel-Antrieben treu.

Auf dem deutschen Automarkt haben es alternative Antriebe schwer. MID

Auf dem deutschen Automarkt haben es alternative Antriebe schwer.

Duisburg-EssenDie deutschen Autokäufer bleiben trotz hoher Kraftstoffpreise den Autos mit Benzin- oder Diesel-Antrieb treu. Alternative Kraftstoffe oder Antriebsarten spielen im Automarkt so gut wie keine Rolle: In den ersten beiden Monaten des Jahres 2012 kamen 99 Prozent aller Neuwagen mit Otto- oder Dieselmotor auf die Straßen. Das geht aus aktuellen Berechnungen des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen auf Grundlage der Zulassungsstatistik für Januar und Februar 2012 hervor.

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Professor Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR-Instituts: „Es scheint, als wären alternative Antriebe eher für Autoausstellungen, statt für den Markt gemacht.“ Vor Erdgas (CNG), Flüssiggas (LPG), Ethanol-, Elektro- oder Hybridantrieb schrecken die meisten Autokäufer zurück. Laut Dudenhöffer ist Gas als Antrieb gescheitert, der Hybrid „dümpelt vor sich hin“ und das Elektroauto könne man derzeit so gut wie ganz abschreiben.

Offensichtlich schimpfen die Deutschen zwar über hohe Benzin- und Dieselpreise, Einfluss auf die Kaufentscheidungen hat dieser Unmut aber noch nicht. Marktführer bei alternativen Antrieben ist die zum Renault-Konzern gehörende Marke Dacia. Hier sind die Flüssiggas-Varianten besonders gefragt.

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Allein vom SUV Dacia Duster wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 270 Exemplare mit LPG-Antrieb verkauft, VW setzte im gleichen Zeitraum insgesamt lediglich 155 Fahrzeuge mit alternativem Antrieb auf dem deutschen Markt ab.

Unter den alternativen Antrieben liegen die Hybridautos vorne, 1.664 Exemplare kamen neu auf die Straßen, während es beim reinen Elektroantrieb nur 430 Stück waren. Nach Dudenhöffers Ansicht bewegen hohe Treibstoffpreise die Autokäufer eher wenig zum Umsteigen auf alternative Antriebe. Änderungen im Kaufverhalten ließen sich wohl nur durch politische Vorgaben erreichen.

Kommentare (5)

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26.03.2012, 14:28 Uhr

die interpretationen sind immer wieder lustig.
was gibt es denn für alternativen? als kunde versuchskaninchen für die neuen technologien spielen? < kann sehr teuer werden!!
weniger fahren und einfach warten bis die "richtigen" neuen technologien aus der schublade geholt werden.

Gringo07

26.03.2012, 20:15 Uhr

Wo liegen die Probleme beim Gasauto? Warum wird Gas als gescheitert angesehen? Gerade in den USA laufen grosse Anstrengungen Gasautos auf die Strasse zu bringen.

EmotionsweltKraftstoff

26.03.2012, 23:02 Uhr

Bei Gas schwingen noch "Ängste" und "keine-Tankstelle-finden" mit, wobei hier Autogas viel unproblematischer als Erdgas ist. Beim Erdgas existieren halt z.Zt. noch viel weniger Tankstellen; auch ist die Nachumrüstung auf Erdgas viel seltener und kostenspieliger.

"Benzin" und "Diesel" kennt jeder, die anderen Treibstoffe incl. Strom wohl weniger. "Benzin & Diesel" werden als "sicher" erachtet, wobei Frauen (These)hier wahrscheinlich noch scheuer sind, Gas/Strom einmal zu probieren.

Das "Nicht Ordern" hat aber wohl mehr emotionale Werbegründe. Kein Hersteller wirbt mit dem Verbrauch, außer als Information im Kleingedruckten. Kein Hersteller wirbt mit den Betriebskostensätzen oder Versicherungseinstufungen von Fahrzeugen. Selbst die Qualität wird mehr markenorientiert gefühlt empfunden und in die Kaufpreis mit emotional eingebunden.

Warum soll dann ein Wechsel von Benzin/Diesel leichter sein? Der deutsche Kunde ist zudem älter und vermögender; die emotionale Spritpreisduldungsempfindung ist ebenfalls vorhanden.

In der Masse der Kunden wird sich die Elektromobilität vom E-Fahrrad über E-Mofa, E-Moped, E-Roller, dem PlugIn-Hybriden und dem (reinen) E-Auto erstrecken. Im Hype dagegen stehtr das E-Auto an der ersten Stelle ... im realen Leben dagegen an der letzten Stelle. Auch vernachlässigte die Autoindustrie das E-Auto als Luxusauto zu verkaufen. Stattdessen kommen nur sehr hochpreisige Autos, die aber in der sonstigen Optik/Innen- und Außendesign eher bei Fahrzeugen angesiedelt sind, die über 10.000 bis 15.000 Euro billiger angeboten werden. Das ist ein Fehler.

Der Vorstoß über Hybride ist daher logisch, denn diese fahren mit Benzin oder Diesel. Später kommt die PLUG IN Funktion ergänzend hinzu. E-Mobilität in der Masse wird sich so über die Hybriden erschließen, denn jeder Hybrid trägt in sich eine Stromantriebsarchitektur (nur kleiner).

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