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03.04.2012

15:32 Uhr

Umwelthilfe gegen VDA

Streit um das neue Kältemittel geht in die nächste Runde

Quelle:MID

Der Streit um das viel diskutierte neue Autokältemittel R1234yf geht in die nächste Runde. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft dem VDA vor, ein wichtiges Gutachten zurückzuhalten.

Der Subaru XV ist das erste Auto in Deutschland, dessen Klimaanlage mit R1234yf arbeitet. PR

Der Subaru XV ist das erste Auto in Deutschland, dessen Klimaanlage mit R1234yf arbeitet.

BerlinIm Streit um das viel diskutierte neue Autokältemittel R1234yf hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) schwere Vorwürfe gegen den Verband der Automobilindustrie (VDA) erhoben. Der hält nach Aussage der Umweltschützer ein Gutachten unter Verschluss, mit dem er die Unbedenklichkeit des fluorierten Kältemittels unter Beweis stellen soll.

Bei der Untersuchung sollen alle Unfallszenarien umfassend untersucht worden sein. Statt jedoch die Inhalte des Gutachtens offen zu legen, verweise der VDA auf die Autohersteller, in deren Auftrag der TÜV die Studie durchgeführt hat. Die wiederum leiten angeblich entsprechende Anfragen an den VDA weiter. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch wirft dem Verband vor, die Risiken des neuen Kältemittels bewusst zu verschleiern.

Nach Überzeugung der Umweltorganisation gebe es wissenschaftliche Erkenntnisse, dass beim Einsatz des Kältemittels im Fall eines Autobrands nicht hinnehmbare Risiken entstünden. Untersuchungen des Umweltbundesamtes und der Bundesanstalt für Materialsicherheit bestätigen, dass der neue Kühlstoff bei einem Fahrzeugbrand bei 405 Grad Celsius in Flammen aufgeht und hochgiftige Gase freisetzt. Dem widersprechen die Hersteller DuPont und Honeywell jedoch. Und auch gemäß einer Verbraucherinformation des TÜV Rheinland soll das neue Kältemittel nicht gefährlicher sein als das bis jetzt verwendete, aber extrem klimaschädliche R134a.

Bisher ging es in der Auseinandersetzung eher um Risiken auf dem Papier. Doch seit März ist in Deutschland ein Auto mit dem neuen Kühlmittel unterwegs. Die Klimaanlage des Subaru XV arbeitet mit R1234yf.

Kommentare (2)

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Jonas

04.04.2012, 07:35 Uhr

Aus Feuerwehrkreisen gibt es auch erhebliche Kritik an R1234yf. Entsprechende Berichte sind mit dem Begriff "R1234yf" leicht zu finden.
Ich denke schon, dass man vor dem Einsatz solcher Chemikalien eine genaue und vor allem hersteller-unabhängige Prüfung durchführen muss. Vorher würde ich das Mittel in meinem Auto nicht haben wollen...

Antilobby

04.04.2012, 11:00 Uhr

Flußsäure ist DAS Gift...damit bekommt man fast alles tot...

Warum allerdings nicht einfach CO2 oder Propangas hergenommen wird oder noch besser der Schukey-Motor ist mir ein absolutes Rätsel....

Lobbys braucht man halt...

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