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25.02.2015

17:54 Uhr

Unfälle im Straßenverkehr

Zahl der Verkehrstoten ist wieder gestiegen

In den vergangenen 65 Jahren sind auf Deutschlands Straßen nur einmal weniger Menschen gestorben als im Jahr 2014. Doch im Vergleich zum historischen Tiefststand von 2013 stieg die Zahl wieder an.

Trotz historisch niedriger Zahlen sind 2014 auf Deutschlands Straßen wieder mehr Menschen ums Leben gekommen. dpa

Verkehrsunfälle

Trotz historisch niedriger Zahlen sind 2014 auf Deutschlands Straßen wieder mehr Menschen ums Leben gekommen.

Wiesbaden/BerlinDie Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 29 auf 3368 gestiegen. Damit lag die Zahl aber immer noch auf dem zweitniedrigsten Stand seit 1950, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der Verletzten stieg um vier Prozent auf rund 389 000.

Trotz ständig wachsenden Verkehrs sank die Zahl der Verkehrstoten jahrzehntelang. Im Jahr 2013 hatte sie mit 3339 den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung. Das schwärzeste Jahr in der Statistik war 1970 mit mehr als 21 000 Verkehrstoten in Ost und West.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte: „Unser Ansporn muss es sein, deutsche Straßen noch sicherer zu machen.“ Dazu sollten auch Aufklärungskampagnen wie „Runter vom Gas“ beitragen. Für die Verkehrssicherheitsarbeit des Ministeriums stünden 2015 rund 13 Millionen Euro bereit, 1,5 Millionen mehr als 2014.

Hilfeleistung bei einem Unfall

Erste Schritte

Die Polizei rät mit eingeschalteter Warnblinkanlage möglichst am rechten Fahrbahnrand zu parken, einen Sicherheitsabstand von mindestens zehn Metern zum Unfallgeschehen einzuhalten und ihre Mitfahrer in Sicherheit zu bringen, am besten hinter der Leitplanke. Danach sichert man die Unfallstelle und stellt ein Warndreieck auf.

Das Warndreieck

Beim Aufstellen des Warndreiecks sollte eine Warnweste übergezogen werden. Zusätzlicher Tipp: Das Warndreieck gut sichtbar vor sich hertragen. Auf Autobahnen muss das Dreieck in einem Abstand von 150 bis 400 Meter hinter der Unfallstelle aufgestellt sein, auf Landstraßen im Abstand von 100 Metern. An unübersichtlichen Stellen muss das Dreieck so platziert sein, dass es der nachfolgende Verkehr rechtzeitig sieht.

Polizei empfiehlt: Warnweste

Nach Ansicht der Fachleute gehört diese nur wenige Euro teure Schutzkleidung in jedes Auto, ist allerdings nur in gewerblichen Fahrzeugen vorgeschrieben. Sie macht den Helfer besser sichtbar und verhindert Folgeunfälle, weshalb auch Versicherungsexperten Privatleuten unbedingt empfehlen eine Weste in ihrem Fahrzeug zu deponieren.

Der Notruf

Beim Absetzen eines Notrufs sollte man auf die Fragen wie „Wo ist der Unfall passiert?“, „Was ist passiert?“, „Wie viele Personen sind verletzt und wie schwer?“ und „Wer meldet den Unfall?“ vorbereitet sein. Diese Informationen sind für die Rettungskräfte wichtig; eine genaue Standortbeschreibung bringt Sanitäter und Polizei schneller vor Ort.

Versicherung

Experten weisen extra darauf hin, dass Angst vor Fehlern bei der Unfallsicherung, vollkommen unbegründet ist. Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs sind Autofahrer und Ersthelfer auch dann voll versichert, wenn sie nicht alles richtig gemacht haben.

Erste Hilfe Online

Falls Sie sich nicht mehr so sicher sind, wie die Erste Hilfe zu leisten ist und Ihre Kenntnisse auffrischen wollen, so finden sie hier einen Online-Kurs des DRK zum nachlesen.

Gemessen an der Einwohnerzahl war 2014 das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, am größten in Sachsen-Anhalt mit 61 Todesopfern pro eine Million Einwohner. Auch Mecklenburg-Vorpommern (58), Niedersachsen und Brandenburg (je 57) hatten höhere Werte als der Bundesdurchschnitt, der bei 42 Getöteten je eine Million lag.

Von

dpa

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