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14.07.2011

09:45 Uhr

Unterhalt

Spritpreise treiben Autokosten in die Höhe

Quelle:dpa

Langsam fahren, vorausschauend handeln, früh hochschalten: Ein ökonomischer Fahrstil wird immer wichtiger, denn die Autokosten steigen schon wieder. Zur Sommerreisewelle ziehen auch die Spritpreise an.

Laut ADAC sind die Ausgaben für Sprit der größte Preistreiber bei den Autokosten. Mit einem ökonomischen Fahrstil lässt sich also das meiste Geld sparen.

Laut ADAC sind die Ausgaben für Sprit der größte Preistreiber bei den Autokosten. Mit einem ökonomischen Fahrstil lässt sich also das meiste Geld sparen.

MünchenDer Kraftstoff ist und bleibt laut dem ADAC der größte Preistreiber bei den Autokosten: Benzin und Diesel verteuerten sich binnen eines Jahres um knapp zehn Prozent. Insgesamt sei das Autofahren im Juni 2011 mit einem Plus von vier Prozent deutlich teurer gewesen als vor einem Jahr, stellte der Club unter Berufung auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes fest. Zum Vergleich: Die allgemeinen Lebenshaltungskosten stiegen im selben Zeitraum nur um 2,3 Prozent an.

Nicht allein für den Sprit müssen Autofahrer in Deutschland jetzt tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr: Die Kosten für die Kfz-Versicherung sowie für Ersatzteile und Fahrzeugzubehör stiegen laut dem ADAC um 4,3 Prozent. Bemerkbar macht sich der Preisanstieg auch bei Neuwagen (plus 0,5 Prozent), neuen Motorrädern (plus 1,2 Prozent), Reparaturen (plus 2,4 Prozent) und Führerscheinkosten (plus 1,5 Prozent). Nur die Kfz-Steuern sind gesunken: Im Vergleich zum Vorjahr mussten Autofahrer 2,3 Prozent weniger Geld an den Staat abführen, teilte der ADAC mit.

Energieagentur sieht wachsende Ölnachfrage

Und eine Preisentspannung ist nicht in sicht: Höhere Preise für Rohöl, die Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar und auch der derzeit rollende Sommerreiseverkehr haben die Preise an den Zapfsäulen weiter steigen lassen. Ein Liter Super E10 verteuerte sich im Vergleich zur vergangenen Woche um 3,3 Cent auf durchschnittlich 1,557 Euro. Der Dieselpreis stieg ebenfalls um 3,3 Cent auf aktuell 1,433 Euro im bundesweiten Durchschnitt.

Vor knapp drei Wochen war der Ölpreis gefallen, nachdem die Internationale Energieagentur (IEA) angekündigt hatte, wegen der Libyen-Krise Ölreserven freizugeben. Autofahrerclubs riefen damals die Mineralölkonzerne zu Preissenkungen auf. Am Mittwoch drängte die IEA, der Markt brauche angesichts des weltweiten Wirtschaftswachstums noch mehr Öl. Die Energieagentur erhöhte ihre Prognose des weltweiten Bedarfs in diesem Jahr daher leicht um 200.000 Barrel auf 89,5 Millionen Barrel täglich. Im kommenden Jahr würden pro Tag sogar 91 Millionen Barrel gebraucht. Ein Barrel entspricht 159 Liter.

Kommentare (2)

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wrsqprmpf

14.07.2011, 12:00 Uhr

Fänd ich gut wenn die Leute zweimal überlegen, ob sie wirklich mit dem Auto fahren müssen.

Account gelöscht!

14.07.2011, 13:01 Uhr

Früher überholte ich mit meiner typischen Reisegeschwindigkeit von 115 km/h auf der Autobahn fast nur LKWs. Mittlerweile sind da aber überraschend viele, auch größere, PKW darunter.

Ganz nebenbei: Mit meinem Verbrauch von 5,2 l Diesel/100 km brauche ich pro 100 km keine 8 EUR Spritgeld. Spätestens wenn zwei Personen im Auto sitzen, kommt die Bahn selbst bei einer Vollkostenrechnung (40.000 km/a) nicht mehr mit - vom Kundenabwimmelgebaren dieser Chaosfirma mal ganz abgesehen.

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