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12.01.2012

15:15 Uhr

US-Automarken

Die unbekannten Schönen aus Amerika

VonSebastian Schaal

Lincoln, Buick, Scion. Fast jeder hat diese Namen schon einmal gehört. Viele wissen auch, dass es Autos aus den USA sind. Aber was sie im Angebot haben, weiß kaum einer. Dabei sind sie auch für Europäer einen Blick wert.

Der Lincoln MKZ wird wohl nie nach Europa kommen. Unter der Haube steckt die Technik des kommenden Ford Mondeo. dpa

Der Lincoln MKZ wird wohl nie nach Europa kommen. Unter der Haube steckt die Technik des kommenden Ford Mondeo.

Ohne einen großen Hersteller im Hintergrund könnte kaum eine dieser kleinen Marken überleben - es sei denn, man findet eine sehr zahlungsfähige Kundschaft, die bereit ist, für die Faszination am Auto ein paar Dollar mehr zu zahlen. Und in den USA wird im Moment solvente Kundschaft frei - die für amerikanische Sportwagen. Die aktuelle Corvette ist wahrlich keine Neuheit mehr, der Ford Mustang ist eher Cruiser als Kurvenräuber, die Dodge Viper kommt wohl erst 2013 wieder. Diese Lücke hat der junge Hersteller Falcon für sich entdeckt und in Detroit seinen Sportwagen F7 vorgestellt.

Das Klischee des übergewichtigen US-Sportwagen bestätigt der Falcon erfreulicherweise nicht. Größtenteils aus Karbon gefertigt bringt er es auf knapp über 1.000 Kilogramm, zudem ist der F7 gerade einmal 1,12 Meter hoch. Oder eher flach. Damit sind die Grundvoraussetzungen für ein gutes Fahrverhalten geschaffen. Das Rezept flach und leicht klingt ganz nach Lotus, aber am Ende gibt es doch einen gewaltigen Unterschied: den Motor.

Während Lotus auf aufgeladene Vierzylinder oder V6-Motoren setzt (ein eigener V8 ist im Moment in der Erprobungsphase), wird der Falcon eben doch wieder amerikanisch: Der F7 bedient sich bei der Corvette. Das heißt im Detail, dass der Donnerfalke von einem 620 PS starken V8 mit mehr als sieben Litern Hubraum angetrieben wird. Wahrhaft amerikanische Motordaten.

Zwei Haken hat der Falke mit den Traummaßen aber dann doch: Zum einen den Preis von 225.000 Dollar, zum anderen die geringe Stückzahl. Gerade einmal zehn Fahrzeuge sollen pro Jahr die Werkshallen verlassen.

Einfacher was neue Modelle angeht hat es Lincoln. Die Nobeltochter von Ford kann im Teileregal den Mutterkonzerns bedienen. So auch bei dem MKZ Concept: Unter dem Blech steckt der Ford Fusion - und damit die Technik des kommenden Ford Mondeo. Den Begriff EcoBoost-Motoren kennen auch wir Europäer von Ford.

Sparsam durch Amerika - Detroit Motorshow

Video: Sparsam durch Amerika - Detroit Motorshow

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