Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.12.2014

07:31 Uhr

Verkehr in Deutschland

Mehr als eine halbe Million Fahrerfluchten

Fahrerflucht ist ein ärgerliches wie häufiges Phänomen: Eine halbe Millionen Deutsche sollen dem Autoclub ACE zufolge im vergangenen Jahr Fahrerflucht begangen haben. Auf den Schadenkosten blieben meist die Opfer sitzen.

Recht: So schnell begeht man Unfallflucht - Auch kleine Kratzer der Polizei melden ACE

Mehr als eine Million Fahrerfluchten soll es im vergangenen Jahr gegeben haben.

StuttgartIm vergangenen Jahr hat es in Deutschland nach Berechnungen des Autoclubs ACE eine halbe Million Fahrerfluchten gegeben. Der Auto Club Europa in Stuttgart hatte regionale Polizeistatistiken aus zwölf Bundesländern ausgewertet. Für Sachsen, Bremen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern lagen keine Daten vor. Diese seien anhand der Zulassungszahlen hochgerechnet worden, erklärte der ACE am Donnerstag.

Bei den meisten Unfallfluchten bleiben laut ACE die unschuldigen Opfer auf Kosten sitzen. Zwar trete die Vollkasko für den Schaden am Fahrzeug ein. Durch Selbstbeteiligung und Verlusten beim Schadenfreiheitrabatt müssten die Betroffenen meist bis zu 1000 Euro selbst zahlen. Die geringen Aufklärungsquoten würden bei den Sündern „möglicherweise“ den Trend zur Flucht verstärken, glaubt der Automobilclub.

Kritik aus SPD: Dobrindt soll Maut-Entwurf nachbessern

Kritik aus SPD

Dobrindt soll Maut-Entwurf nachbessern

Die Kritik an den Plänen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für eine Pkw-Maut reißt nicht ab. Jetzt meint der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann, an dem Entwurf müsse noch „intensiv gearbeitet werden“.

Eine bundesweite Statistik über alle angezeigten Unfallfluchten gebe es nicht, kritisiert der ACE in seiner Mitteilung. Das Statistische Bundesamt sammelt nur die Zahlen zu Unfällen mit Personenschaden und schwerwiegenden Unfällen mit Sachschäden.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×