Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.01.2005

10:35 Uhr

Verkehrsgerichtstag in Goslar

Anwälte fordern Führerscheinkontrolle beim Tanken

Autofahrer sollten künftig beim Tanken ihren Führerschein vorzeigen. Das hat der Vizepräsident des Deutschen Anwaltvereins (DAV), Georg Prasser, am Mittwochabend beim Verkehrsgerichtstag in Goslar vorgeschlagen.

HB GOSLAR. Diese Form der Führerscheinkontrolle könne ein wirksames Instrument sein, um Fahrverbote zu überwachen.

„Alle Praktiker wissen, dass auf Deutschlands Straßen täglich Tausende von Autofahrern ohne Führerschein unterwegs sind“, sagte Prasser. Denn das Risiko, in eine Kontrolle zu geraten und entdeckt zu werden sei extrem gering.

Aus Sicht des DAV spreche nichts dagegen, die Tankstellen zu verpflichten, Kraftstoff nur gegen ein Vorzeigen der Fahrerlaubnis abzugeben. Dies ließe sich vergleichen mit dem Vorgehen von Autovermietungen, die kein Fahrzeug vom Hof rollen lassen, ohne dass der Mieter seinen Führerschein vorlegt.

Generalbundesanwalt kritisiert „kontrollierte“ Temposünden

Generalbundesanwalt Kay Nehm hat die „grundsätzliche Bereitschaft“ deutscher Autofahrer zu „kontrollierten“ Temposünden kritisiert. Verkehrsregeln würden als Beschränkung der individuellen Freiheit verstanden, sagte Nehm als Präsident der Deutschen Verkehrsakademie am Donnerstag beim Verkehrsgerichtstag in Goslar. Tempoüberschreitungen bis zur Grenze, an der man den Führerschein verliere, seien damit „fast programmiert“. Dies führe zu „massenhaft bewussten Regelverstößen“.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×