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04.05.2015

10:36 Uhr

Volvo V60 T6

Auf der Drehmomentwelle

Quelle:Spotpress

Volvo kommt beim Downsizing voran und ersetzt seine Sechszylindermotoren konsequent durch Vierzylinder. Das klappt einerseits ganz gut. Andererseits aber…

Test: Volvo V60 T6 - Auf der Drehmomentwelle Volvo

Volvo V60 T6

So wie er gerade ist, verkauft sich der V60 T6 unter Wert. Er ist mehr fahrbare Machbarkeitsstudie als überzeugendes Angebot in der Premium-Mittelklasse.

Volvo kann stolz sein auf seinen neuen Hochleistungs-Vierzylinder. Der 225 kW/306 PS starke Zweiliter-Benziner im Mittelklassekombi V60 ist kultiviert, kraftvoll und nicht gar zu durstig. Interessenten sollten vor Unterschrift des Kaufvertrags aber vielleicht noch warten.

Am Motor liegt das nicht. Das unter der Bezeichnung T6 angebotene Triebwerk ist das Flaggschiff einer neuen Generation von modular angelegten Vierzylinder-Dieseln und Vierzylinder-Benzinern, die bereits in zahlreichen Modellen der Schweden eingesetzt werden und künftig alle älteren Vier-, Fünf- und Sechszylinder ersetzen sollen.

Innen geht es skandinavisch-kühl zu Volvo

Skandinavisch-kühl

Blick in den sachlich gegliederten Innenraum

Die Schweden wollen durch den Verzicht auf Hubraum und Zylinder vor allem den Verbrauch drücken. Damit das nicht zu Lasten der Leistung geht, haben sie beim T6 im V60 alle Register gezogen. Zum Beispiel sorgt in dem Vierzylinder nicht wie üblich allein ein Turbolader für Druck in den Brennräumen, sondern zusätzlich ein Kompressor, der auch das Turboloch wirksam stopft.

Gemeinsam ziehen sie den großen Kombi aus den Tiefen des Drehzahlkellers machtvoll nach vorn. Die serienmäßige Achtgangautomatik wechselt dabei so aufmerksam und leichtfüßig die Gänge, dass man sich schwimmend wie auf einem gleichmäßigen, mächtigen Drehmomentstrom fühlt.

Der Mittelklasse-Kombi fährt souverän Volvo

Mittelklasse-Kombi

Die Räder stürmen beim Anfahren so fulminant nach vorn, dass der Rest der Fuhre kaum nachkommt. Auch muss die Vorderachse in schnellen Kurven ständig mit sich ringen, wie sie nun Gas- und Lenkbefehl unter einen Hut bringen soll.

Wer das Gaspedal sanft behandelt, bekommt akustisch von dem Vorgang kaum etwas mit. Nur beim beherzteren Tritt gibt der Vierzylinder ein sonores Knurren von sich. Leistungsentfaltung und Kultiviertheit lassen also zu keiner Zeit den Wunsch nach einem Reihensechszylinder aufkommen. Das gilt erst Recht beim Blick auf die Verbrauchsanzeige des Bordcomputers.

Mit gut neun Litern verfehlt der V60 zwar klar die Herstellerangabe im Prospekt (6,7 Liter), liegt aber immer noch unter dem Normwert des noch verfügbaren Sechszylinder-V60.

Kommentare (1)

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Herr Eberhard Steinweg

04.05.2015, 12:13 Uhr

150 PS aus einem Liter, was fuer ein Technischer Aufwand. Wer soll denn die als gebrauchte Fahrzeuge mit solchem technischen und Kosten- Risiko kaufen ?

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