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23.11.2011

17:33 Uhr

VW-Forschungsfahrzeug

eT, bitte unauffällig folgen!

VonMark Christian Schneider

VW entwickelt einen Elektro-Transporter, der selbstständig und auf Zuruf fährt. Es ist das erste große Modell eines großen Projekts – des vollautomatischen Autos der Zukunft.

Der von einem Mobilfunk-Signal geleitete Prototyp „eT!“ von Volkswagen folgt bei seiner Vorstellung teilautomatisch seinem Fahrer. dapd

Der von einem Mobilfunk-Signal geleitete Prototyp „eT!“ von Volkswagen folgt bei seiner Vorstellung teilautomatisch seinem Fahrer.

HamburgDas Forschungsfahrzeug namens eT schafft, was kein Serienauto kann: Es folgt seinem Fahrer selbstständig. Gedacht ist der von Volkswagen gemeinsam mit der Deutschen Post entwickelte Elektro-Transporter für Postboten und Kurierfahrer.

Der Clou: Der Wagen folgt dem Zusteller auf dem Weg von Haus zu Haus in Schrittgeschwindigkeit oder kommt auf Anforderung per iPhone. Eine Video- und eine Infrarotkamera verhindern Kollisionen. Im Potsdamer Design Center zeigte VW gestern das Konzept.

Alles nur Zukunftsmusik? „Autonomes Fahren ist weniger eine technische Herausforderung als eine Frage der Verantwortung und der Haftung im Fall eines Unfalls“, sagte Volkswagens Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg dem Handelsblatt. Er ist überzeugt: „Spätestens 2020 dürften solche Technologien Standard sein.“

Der Einsatz im Zustelldienst ist ideal für die Versuchsphase: Die Wege sind begrenzt, die Elektro-Transporter kommen abends zurück ins Frachtzentrum, wo die Batterie beladen wird. Der Bedarf an umweltfreundlichen Alternativen zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren bei Transportunternehmen wie der Post-Tochter DHL oder dem Hamburger Rivalen Hermes ist da. „Weltweit sprechen wir auch in diesem Segment von einem großen Volumen“, ist Hackenberg sicher.

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Gefördert vom Bundesumweltministerium, zeigt der eT, wie wir in Zukunft fahren könnten – auf Basis des „momentan maximal machbaren Technologie-Niveaus“, sagt Volkswagens Nutzfahrzeugchef Wolfgang Schreiber, der mit dem Bugatti Veyron bereits das schnellste Serienauto der Welt entwickelte.

Anstelle eines Verbrennungsmotors treiben elektrische Radnabenmotoren den eT emissionsfrei an und machen ihn besonders wendig in der Stadt. Sogar von der Beifahrerseite aus lässt sich der Wagen über einen sogenannten „Drive Stick“ steuern. Und die Schiebetür öffnet sich elektrisch in zwei Stufen, erlaubt schnellen Zugriff auf Pakete.

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