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22.10.2012

15:57 Uhr

VW Mini-SUV

Taigun - Der kleine Bruder des Tiguan

Quelle:Handelsblatt Online

VW erweitert seine SUV-Palette nach unten. Das war schon fast klar, als vor Monaten erste Up-Studien gezeigt wurden. Dass der Konzern die offizielle Studie namens Taigun nun in Brasilien zeigt, hat einen besonderen Grund.

VW-Studie Taigun: VW zeigte auf der São Paulo International Motor Show das Konzept seines neuen Mini-SUV. Noch ist es eine Studie. 2015 könnte die Serienversion auf der Straße sein.   Pressefoto

VW-Studie Taigun: VW zeigte auf der São Paulo International Motor Show das Konzept seines neuen Mini-SUV. Noch ist es eine Studie. 2015 könnte die Serienversion auf der Straße sein. 

São Paulo/DüsseldorfVolkswagen plant einen neuen Geländewagen unterhalb des Tiguan. Einen Vorgeschmack auf das kleine SUV gibt die Designstudie Taigun. Der Viertürer auf Basis des Kleinwagens Up wurde auf der Motorshow im brasilianischen São Paulo (Publikumstage: 24. Oktober bis 4. November) enthüllt. Den Herstellerangaben zufolge hat das Auto "gute Chancen auf eine Serienumsetzung". Mit der Markteinführung wäre frühestens in zwei bis drei Jahren zu rechnen.

Der Taigun ist 3,86 Meter lang und damit gut einen halben Meter kürzer als der VW Tiguan. Bei einem Radstand von 2,47 Metern bietet er Platz für vier Personen und bis zu 280 Liter Stauvolumen. Der Laderaum hinter der horizontal geteilten Heckklappe lässt sich durch Umlegen der Rückbank auf 987 Liter erweitern.

Den Motor des Taigun hat VW neu entwickelt. Der 1,0 Liter große und 81 kW/110 PS starke Dreizylinder-Turbo ermöglicht laut dem Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 186 km/h und verbraucht im Schnitt 4,7 Liter (CO2-Ausstoß: 110 g/km). Da der Taigun in erster Linie für den Einsatz auf der Straße konzipiert wurde, ist von einem Allradantrieb noch keine Rede.

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Auf den Automessen glänzen die Konzerne mit modernsten Supersportwagen. Doch Experten sagen: Wer kein Billigauto anbietet, kann nicht Weltmarktführer werden. VW hat den Ehrgeiz, aber die passenden Vehikel haben andere.

Ein Hintergrund der Präsentation des Fahrzeugs in Brasilien sind sicher nicht nur die dortigen Produktionskapazitäten. Südamerika gilt auch in Sachen "preiswertes Weltauto" als einer der wichtigsten Märkte. Unternehmensberater wie Roland Berger erwarten, dass Brasilien bereits 2015 der drittwichtigste Automarkt weltweit sein wird, nach den USA und China.

Brasilien besteuert derzeit Importe mit einem Zoll von 65 Prozent, demzufolge brachen Autoimporte 2012 um bis zu 40 Prozent ein. Nun beeilen sich neben Fiat und VW, die schon lange in Brasilien fertigen, vor allem die chinesischen Billiganbieter wie JAC Motors, Great Wall und Chery, aber auch Hyundai aus Korea, Fabriken vor Ort hochzuziehen.

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Für VW und Fiat steht viel auf dem Spiel. 2011 bekamen beide Konzerne einen Vorgeschmack darauf, was es heißt, kein Billigauto im Angebot zu haben. JAC Motors und Chery steigerten innerhalb nur eines Jahres ihren Anteil an den Importfahrzeugen von zwei auf knapp zehn Prozent.

VW will nun aufholen, und allein angesichts der Straßenverhältnisse in vielen Entwicklungsländern scheint ein SUV auf Basis des bislang kleinsten VWs nicht die schlechteste Wahl zu sein.

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