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16.06.2014

15:54 Uhr

Wachsender Marktanteil

SUV bleiben extrem beliebt

Mittlerweile sind mehr als 18 Prozent aller Neuwagen in Deutschland sportliche Geländewagen, auf neudeutsch SUV. Für die Autobauer ist das ein zweischneidiges Schwert.

Vorstellung des neuen BMW X4: Rund ein Viertel aller in Deutschland neuzugelassenen Fahrzeuge des Herstellers sind SUV. ap

Vorstellung des neuen BMW X4: Rund ein Viertel aller in Deutschland neuzugelassenen Fahrzeuge des Herstellers sind SUV.

DüsseldorfEs gibt ein Segment, das alle Verkaufsrekorde bei den Neuwagen bricht: Sportliche Geländewagen (SUV). Mittlerweile sind mehr als 18 Prozent aller Neuwagen in Deutschland SUV, wie eine aktuelle Studie des CAR-Instituts der Ruhr-Uni Duisburg/Essen feststellt. Im Zeitraum Januar bis April wurden mehr als 180.000 SUV neu zugelassen, der SUV-Marktanteil erreichte mit 18,3 Prozent einen neuen Rekordwert. Noch vor dem Jahre 2025 werden in Deutschland eine Million SUV pro Jahr verkauft werden, prognostiziert Institutsleiter und Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.

Unter den deutschen Autobauer hat Porsche mit 38 Prozent seiner Neuwagenzulassungen laut CAR den größten SUV-Anteil, wobei der Macan erst seit April in der Auslieferung ist. Tendenz ist bei Porsche wie bei den anderen Autobauern steigend.

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Allein in diesem Jahr kommen noch fünf neue SUV-Modelle ohne Vorgänger (BMW X4, Fiat 500X, Ford Ecosport, Ford Edge, Jeep Jeepster) zusätzlich in den Markt. Das Jahr 2014 könnte mit einem neuen Rekord für SUV in Deutschland abschließen, laut CAR-Prognose werden in Deutschland mehr als 570.000 SUV als Neuwagen zugelassen werden.

Da der Markt insgesamt nicht wächst, muss es Verlierer geben. Das sind in diesem Fall die verbrauchsärmeren Karosserievarianten Fließheck und Stufenheck. Zwar ist das Fließheck ist mit über 36 Prozent Marktanteil nach wie vor die am meisten gekaufte Karosserievariante, es hat laut CAR aber 6,5 Prozent Marktanteil gegenüber dem Jahr 2010 verloren. Gleiches gilt für die klassische Stufenheck-Linousine, die mit nunmehr fünf Prozent Marktanteil ebenfalls leicht verloren hat.

Für die Hersteller, da ist sich der Auto-Professor sicher, sei dies aber ein zweischneidiges Schwert. Zwar versprächen SUV hohe Profite, schreibt er – auf der anderen Seite werden die Verbrauchsvorgaben für Neuwagen in der EU nach dem Jahr 2020 nicht erreicht werden können.

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Aufgrund ihrer Größe, ihres höheren Luftwiderstandes und höheren Gewichts verbrauchen SUV etwa 20 bis 25 Prozent mehr Treibstoff als die vergleichbaren Fließheck und Stufenheck-Modelle. Je mehr Marktanteil diese einfahren, desto schwieriger machen sie es den Herstellern, die zukünftigen CO2-Ziele zu erreichen.

Schwach im Markt mit SUV-Angeboten sind Opel (13,9%), Mercedes (13,5%), VW (12,6%), und Ford (10,9%) bislang vertreten. Bei diesen Herstellern wird das SUV-Angebot aber zügig ausgebaut. Der VW-Konzern will in den kommenden zwei Jahren sogar sieben neue SUV-Modelle zu den Händlern bringen.

Bei BMW stehen mittlerweile SUV für fast ein Viertel aller Neuzulassungen in Deutschland. In Kürze wird der BMW X4 eingeführt, erneut ein zusätzliches Modell, und für das Jahr 2017 steht der BMW X2 auf dem Plan. Gearbeitet wird auch an einem BMW X9.

Von

fgh

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