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11.10.2012

13:17 Uhr

Weltmarkt

VW mit Billig-Marke

Quelle:MID

Mit einer neuen Automarke will VW laut Auto Bild im Billigsegment Renaults Einstiegsmarke Dacia Konkurrenz machen. Ab Ende 2015 sollen die Fahrzeuge über das vorhandene Vertriebsnetz und über das Internet verkauft werden.

Runde Formen geben dem Budget-Car von VW ein eigenständiges Aussehen. Ähnlichkeiten zu Modellen von VW sollen bewusst vermieden werden. Auto-Bild/Larson

Runde Formen geben dem Budget-Car von VW ein eigenständiges Aussehen. Ähnlichkeiten zu Modellen von VW sollen bewusst vermieden werden.

HamburgMit einer neuen Billigmarke will VW ab Ende 2015 den günstigen Dacia-Modellen Konkurrenz machen. Laut Auto Bild sollen drei Modelle in drei Preisstufen geplant sein: eine viertürige Limousine für rund 6.000 Euro, ein Kombi für 7.000 Euro und ein Van für rund 8.000 Euro. Der Verkauf soll über die vorhandenen VW-Händler und verstärkt sogar über das Internet erfolgen.

Die Fahrzeuge sollen wahrscheinlich in China oder Indien produziert werden und auf der alten Plattform-Technik von VW basieren. Seit der Umstellung auf den Modul-Baukasten, wird diese Technik, deren Werkzeuge noch vorhanden sind, nicht mehr benötigt. Auf Basis dieser Plattform würden alle drei Modelle über einen einheitlichen Radstand verfügen und eine Gesamtlänge um vier Meter aufweisen. Angesiedelt werden die Fahrzeuge größenmäßig somit zwischen dem VW Polo und VW Golf.

Siegeszug der Billigautos

Dacia wird zur Blaupause

In Europa greifen Käufer immer häufiger zu günstigeren Fahrzeugen, in Entwicklungsländern wollen sich immer mehr Menschen ihr erstes Auto leisten. Beste Voraussetzungen also für Billigautos wie die von Dacia.

Drei- und Vierzylindertriebwerke mit 1,2 Litern und 1,4 -Litern Hubraum sollen für den Vortrieb sorgen, sowohl als Benziner als auch als Diesel. Die Motoren, die nicht die aktuellen Versionen der VW-Antriebe widerspiegeln werden, verfügen über eine manuelle Sechsgang-Schaltung und kommen ohne Aufladung und Direkteinspritzung aus. VW geht davon aus, dass sie trotzdem ohne größeren Aufwand an die Euro-6-Abgasnorm angepasst werden können.

Optisch sollen die Fahrzeuge relativ runde Formen bekommen, damit sie sich von den übrigen VW-Modellen abheben. Sie sollen eine eigene Modellfamilie darstellen.

Die größten Automärkte der Welt

Platz 1

USA - 7,25 Millionen Neuzulassungen (Stand: 1. Halbjahr 2012)

Die Amerikaner haben die Lust am Autokauf wiederentdeckt. Im ersten Halbjahr legten die Verkaufszahlen um 15 Prozent zu.

Platz 2

China - 6,42 Millionen Neuzulassungen (Stand: 1. Halbjahr 2012)

Das rasante Wachstum in China verliert langsam an Fahrt. Trotzdem legte auch der chinesische Markt im ersten Halbjahr um neun Prozent zu.

Platz 3

Japan - 2,53 Millionen Neuzulassungen (Stand: 1. Halbjahr 2012)

Die Japaner haben die Tsunami-Katastrophe hinter sich gelassen. Kein Automarkt legte im ersten Halbjahr stärker zu. Insgesamt stiegen die Zulassungszahlen im ersten Halbjahr um 57 Prozent.

Platz 4

Deutschland - 1,64 Millionen Neuzulassungen (Stand: 1. Halbjahr 2012)

Auch wenn der deutsche Automarkt nur um ein Prozent im ersten Halbjahr wuchs: Damit erobern die Deutschen den vierten Platz zurück.

Platz 5

Brasilien - 1,63 Millionen Neuzulassungen (Stand: 1. Halbjahr 2012)

Der Automarkt im größten Land Südamerikas schwächelt im ersten Halbjahr etwas stärker als erwartet. Die Zulassungszahlen schrumpften um 0,4 Prozent.

Platz 7

Russland - 1,41 Millionen Neuzulassungen (Stand: 1. Halbjahr 2012)

Der russische Markt gehört zu den am stärksten wachsenden Automärkten der Welt. Die Zahl der Neuzulassungen stieg im ersten Halbjahr um Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent.

Platz 6

Indien - 1,48 Millionen Neuzulassungen (Stand: 1. Halbjahr 2012)

Auf der indischen Halbinsel wachsen die Zulassungszahlen rasant, insbesondere bei Kleinwagen. Satte 13 Prozent betrug das Wachstum allein im ersten Halbjahr - ein Ende ist nicht absehbar.

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