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06.03.2014

11:40 Uhr

Weltraumtechnik für die Straße

Kommt der bessere Tesla bald aus Italien?

Quelle:Spotpress

Ein Elektro-Sportwagen mit bis zu 928 PS, 380 km/h Spitze und in 2,8 Sekunden auf Tempo 100? Klingt nach Zukunftsmusik, steht aber als Fahrzeug auf der Genfer Messe. Und nein, es ist kein Tesla oder Porsche.

Quant e - Weltraumtechnik für die Straße Nanoflowcell

Quant e: Weltraumtechnik für die Straße

Der Name ist Programm, wenigstens aus Sicht seiner Entwickler. Von  der Sportlimousine Quant e, die auf dem Genfer Automobilsalon direkt neben dem Stand des Elektropioniers Tesla parkt, verspricht sich der Entwicklungschef Nunzio La Vecchia nichts weniger als einen „Quantensprung in der elektrischen Mobilität“.

Optisch macht das Fahrzeug schon mal eine Menge her. Die viersitzige Sportlimousine verfügt über Flügeltüren, die sich fast über die gesamte Breite des Wagens erstrecken.

Dank der von La Vecchias Unternehmen Nano Flowcell entwickelten Speichertechnik erreicht der Quant e nach offiziellen Angaben eine rein elektrische Reichweite von rund 600 Kilometern. Das System nutzt als Basis das bereits in den siebziger Jahren von der Nasa entwickelte Flowcell-Prinzip, das sich in der aktuellen Version allerdings durch eine verbesserte Energiedichte von der damaligen Entwicklung abhebt.

Bisher galt die Technik aber als zu sperrig, um in einem Automobil montiert zu werden. Die ersten Anlagen arbeiten deshalb heute im stationären Betrieb, um Solarenergie oder Windstrom zu speichern und nach Bedarf ins Netz einzuspeisen.

Als chemische Zelle stellt die Flusszelle eine Art Zwitter aus Akkumulator und Brennstoffzelle dar. In ihr läuft eine „kalte Verbrennung“ ab, bei der die Prozesse Reduktion und Oxidation parallel stattfinden, sodass man auch von einer Redox-Batterie spricht.

Die Elektrolyt-Flüssigkeit, zumeist Metallsalze in einer wässrigen Lösung, wird hierzu vom Tank aus durch die Zelle gepumpt. Je größer der Tank, desto größer wird die verfügbare Energiemenge. Im Quant e liegt die Kapazität bei insgesamt 400 Litern.

Die von Nano Flowcell entwickelte Flusszelle soll deutliche  Vorteile gegenüber den aktuell eingesetzten Energiespeichern aufweisen. Zum Laden oder Entladen werden zwei verschiedene Elektrolyt-Flüssigkeiten jeweils durch denjenigen Raum der Zelle gepumpt, in dem die Elektrode (Anode oder Kathode) der Zelle angeordnet ist.

Die viersitzige Sportlimousine verfügt über Flügeltüren, die sich fast über die gesamte Breite des Wagens erstrecken. Nanoflowcell

Die viersitzige Sportlimousine verfügt über Flügeltüren, die sich fast über die gesamte Breite des Wagens erstrecken.

Eine zentrale Membran trennt die beiden Elektrolyträume. Damit herrscht Ordnung in den beiden Kammern, und es entsteht kein Gemisch aus hoch- und niedrigwertiger Flüssigkeit, das für den Elektroantrieb letztendlich wertlos wäre.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.03.2014, 19:53 Uhr

Man kann den technischen Teil des Artikels nicht verstehen. So stelle ich mir Kokain vor. Subsumierend muss man doch fragen, wo kommen die Ampere her. Aus dem Weltraum kam schon die Teflon-Pfanne.

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