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12.04.2011

19:03 Uhr

Weniger Schadstoffe

Daimler plant die Fünf-Liter-Flotte

Der Autokonzern Daimler will den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich senken. Fernziel ist die Fünf-Liter-Flotte.

Daimler will den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich senken. Quelle: dapd

Daimler will den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich senken.

BerlinDer Autokonzern Daimler will den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich senken. Der Verbrauch neuer Autos in Europa solle bis 2016 im Schnitt auf 125 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer zurückgehen, kündigte Forschungsvorstand Thomas Weber am Dienstag in Berlin an.

„Das bedeutet, dass die Flotte dann im Schnitt nur noch fünf Liter Benzin auf 100 Kilometer verbraucht.“ Im vergangenen Jahr lag der CO2-Ausstoß der neuen Daimler Fahrzeuge in Europa im Schnitt bei 158 Gramm pro Kilometer und damit gut 30 Prozent tiefer als 1995.

Die europäischen Autobauer müssen auf Druck der EU bis 2012 den Flottenverbrauch ihrer Pkw senken und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Daimler sei auf einem guten Weg, den CO2-Ausstoß bis nächstes Jahr wie gefordert auf unter 140 Gramm pro Kilometer zu drücken, erklärt Weber. Dazu beitragen sollen unter anderem effizientere Verbrennungsmotoren und die zunehmende Verbreitung der Start-Stopp-Technologie.

„Um unsere Ziele für 2016 zu erreichen, werden Hybrid- und Elektroautos mit Batterie- oder Brennstoffzelle eine immer bedeutendere Rolle spielen“, sagte Weber. 15 bis 20 Prozent der in Europa verkauften Daimler-Pkw sollen 2016 Hybridwagen sein.

Daimler habe sich die Zielmarke von 125 Gramm auch gesetzt, um die von der Politik diskutierte Grenze von 95 Gramm im Jahr 2020 erreichen zu können, fügte Weber hinzu. Dazu sollten dann auch verstärkt reine Elektroautos beitragen, eine Technologie, die derzeit noch in den Kinderschuhen steckt.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

12.04.2011, 22:50 Uhr

Das hören und lesen wir seit Jahrzehnten, dass die Automilbauer weniger CO2 ausstossen lassen wollen.
Tatsache jedoch ist dass, wenn man die Billionen die man die letzen Jahrzehnte verdient hat man in die Entwicklung von Wasserstoff oder Solarfahrzeuge gesteckt hätte. Wir eine ganze Menge weniger Ärger hätten z.B. Kriege um das Öl.
Siehe Kuwait, Iraq, Lybien usw.

Account gelöscht!

13.04.2011, 08:24 Uhr

Die Richtung mag stimmen, aber solange sich das alles auf die völlig praxisfremden EU-Norm-Werte bezieht, ist es Augenwischerei. Porsche bringt demnächst einen Hybrid-Supersportwagen, der die EU-Norm rein elektrisch erfüllt und damit als 3-Liter-Auto durchgeht - in der Praxis aber unfassbar leistungsfähig und entsprechend durstig ist. Was wir dringend brauchen, ist eine Abkehr vom SUV-Wahn. Gewicht und Luftwiderstand sind die größten Spritfresser und dennoch tauscht noch der letzte Spießer seinen Golf gegen einen Tiguan, weil es hipp ist und weil man so schön hoch sitzt. Einfach mal ans selbstverständliche denken, dann klappt´s auch mit dem Umweltschutz.

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