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22.01.2008

13:23 Uhr

Wie Autos länger fit bleiben

Damit der Wagen ewig „lebt“

Die hohen Neupreise aktueller Fahrzeuge sind mit ein Grund dafür, dass das Durchschnittsalter der Fahrzeuge in Deutschland seit Jahren steigt. Damit verbunden taucht eine wichtige Frage auf - nämlich welche Mittel und Möglichkeiten es gibt, den leicht angejahrten Wagen noch lange in möglichst gutem Zustand zu erhalten.

Auto-Pflege dpa

Pflegeprogramm für die Polster - auch der Innenraum eines Autos sollte regelmäßig gereinigt werden. (Bild: BTG/dpa/tmn)

dpa/tmn CASTROP-RAUXEL/MÜNCHEN. Während manches Alltagsauto nach vielen Jahren treuer Dienste am Ende in der Schrottpresse landet, zeigen andere Fahrzeuge, dass ein Autoleben wirklich nahezu ewig dauern kann. Schließlich sind es gerade die oft liebevoll gepflegten Oldtimer, die dafür einen Beweis darstellen. „Man kann sagen, dass die wirklich gut erhaltenen Autos sich meist auch immer in einem guten Pflegezustand befunden haben“, sagt Frank Wilke vom Marktbeobachtungsunternehmen Classic Data in Castrop- Rauxel. Schon die ersten Besitzer der einst auch einmal neuen Modelle hatten sich also bemüht, den Wagen zu erhalten.

Pflege und Aufmerksamkeit sind daher auch die Schlüssel dafür, dass heute ein im Alltag genutztes Auto lange durchhält. „Es ist kein Geheimnis, dass zu einer guten Pflege auch die richtige Wartung gehört“, so Frank Wilke. Das bedeutet wiederum, dass die vorgegebenen Service-Intervalle möglichst einzuhalten sind.

Wer dem Auto wirklich etwas Gutes tun will, sollte sich jedoch gerade im Hinblick auf die recht langen Ölwechselintervalle moderner Modelle nicht sklavisch an die vorgegebenen Termine halten. „Neue Modelle müssen nach Herstellerangaben oft nur alle 25 000 Kilometer zum Ölwechsel - gerade wenn oft Kurzstrecken gefahren werden, kann es ratsam sein, diese Intervalle kürzer zu halten“, rät Frank Wilke. Denn das sei im Endeffekt fast die einzige Möglichkeit, Einfluss auf das Innenleben des Motors zu nehmen.

„Es geht auch darum, wie ich mit dem Auto umgehe, wenn ich damit unterwegs bin“, sagt Maximilian Maurer, Sprecher des ADAC in München. Maurer rät unter anderem, möglichst nicht „auf der letzten Rille“ zu fahren. „Damit mutet man der Technik des Autos mehr zu als bei einer defensiven Fahrweise.“

Sven Janssen, Sprecher des Automobilclubs von Deutschland (AvD) in Frankfurt/Main, rät außerdem, immer wieder mal einen Blick auf den Durchschnittsverbrauch des Autos zu werfen. „Ein plötzlicher Anstieg des Verbrauchs weist auf einen Mangel am Fahrzeug hin.“ Wird dieser früh erkannt, lässt er sich oft beheben, bevor die Technik dauerhaft Schaden nimmt.

Zum richtigen Umgang mit dem Fahrzeug gehört auch die Reinigung. „Es macht zum Beispiel Sinn, den Unterboden regelmäßig reinigen zu lassen“, so Maximilian Maurer. Durch den Betrieb auf der Straße kann sich dort in Ecken Schmutz ansammeln, der zusammen mit Feuchtigkeit auf Dauer zu Schäden und Rost führen kann.

Manchmal lauern Gefahren für ein langes Autoleben in Bereichen, in denen sie nicht erwartet werden: Im Innenraum zum Beispiel. Dort kann sich aus den verschiedensten Gründen Feuchtigkeit ansammeln - die ist zu beseitigen, der Wagen außerdem regelmäßig zu lüften.

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