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03.04.2012

13:38 Uhr

Zukunftsvision

Fliegende Autos sollen 2013 in Serie kommen

Der Traum vom fliegenden Auto könnte schon bald zum Alltag gehören. In der vergangenen Woche haben zwei verschiedene Projekte ihre Jungfernflüge absolviert. Dabei setzen die beiden Unternehmen auf verschiedene Konzepte.

Der "Transition" ist ein Kleinflugzeug, das auch wie ein Auto fahren kann. dapd

Der "Transition" ist ein Kleinflugzeug, das auch wie ein Auto fahren kann.

Washington/DüsseldorfDem Traum von einem fliegenden Auto sind US-Ingenieure offenbar näher gekommen. Der Prototyp ihres straßentauglichen „Auto-Flugzeugs“ namens „Transition“ habe erfolgreich einen achtminütigen Testflug absolviert, teilte das im US-Bundesstaat Massachusetts ansässige Unternehmen Terrafugia am Montag mit.

Die Firma will das straßentaugliche Kleinflugzeug mit einklappbaren Tragflächen nächstes Jahr auf den Markt bringen. Allerdings taugt der Zweisitzer nicht dazu, einem Stau zu entgehen, da er nach Angaben des Unternehmens eine fast 800 Meter lange Startbahn benötigt.

Um mit dem fliegenden Auto unterwegs sein zu können, muss der Fahrer neben dem Führerschein auch über eine Fluglizenz verfügen und mindestens 20 Stunden Flugerfahrung mitbringen. Terrafugia liegen nach eigenen Angaben bereits rund hundert Bestellungen vor. Ein Modell soll demnach rund 280.000 Dollar kosten.

Auf der Straße werden die Flügel einfach hochgeklappt. dapd

Auf der Straße werden die Flügel einfach hochgeklappt.

Wer ein Problem mit der 800 Meter langen Startbahn sieht, aber trotzdem nicht auf ein fliegendes Auto verzichten will, der wird in den Niederlanden fündig. Das PAL-V (Personal Air and Land Vehicle) benötigt zum Starten nur 165 Meter.

Das holländische Unternehmen hat in den vergangenen Wochen mehrere Testflüge durchgeführt. Das Interesse an dem Flugauto ist groß. „Vor der Ankündigung dieser Testflüge sind wir bereits täglich von potenziellen Kunden sowie von Händlern angesprochen worden, die gerne Teil dieses erstaunlichen Projekts werden wollten“, sagt Robert Dingemanse, der CEO und Mitbegründer von PAL-V.

Die Reichweite im Flugbetrieb liegt je nach Modell und Nutzlast zwischen 350 und 500 Kilometern. Im Fahrbetrieb besitzt der PAL-V eine Reichweite von etwa 1.200 Kilometern. Obwohl er normalerweise mit Benzin angetrieben wird, wird es auch Ausführungen, bei denen Biodiesel oder Bioäthanol als Kraftstoff verwendet worden kann. Sowohl auf dem Boden als auch in der Luft können mit ihm Geschwindigkeiten von bis zu 180 km/h erreicht werden.

Das PAL-V aus den Niederlanden ist eher ein fahrender Helikopter als ein Flugzeug. PR

Das PAL-V aus den Niederlanden ist eher ein fahrender Helikopter als ein Flugzeug.

Kommentare (3)

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JKN

03.04.2012, 16:43 Uhr

Der Abbildung des niederländischen Geräts nach zu urteilen, handelt es sich hier offensichtlich weder um ein Flugzeug noch um einen Helikopter, sondern um einen GYROCOPTER, auch "Tragschrauber" genannt.
Tragschrauber gibt es in Deutschland schon seit vielen Jahren und werden unter anderem auch von einem Unternehmen in Hildesheim erfolgreich produziert. Die Länge der erforderlichen Startbahn liegt ganz erheblich unter den hier angegebenen Werten.
Unter diesen Umständen halte ich den vorstehenden Artikel insgesamt für schlecht recherchiert!
JK, Luxemburg

Rocketman

03.04.2012, 23:18 Uhr

Ach je, kein Senkrechtstarter VLA dabei. Mir würden schon 50km/h am Boden ausreichen, um an der Stadtgrenze landen zu können. Das Thema "geht nur mit Flugplatz" sehe ich allerdings als Sackgasse für das Flugauto, insbesondere in D.

red

03.04.2012, 23:26 Uhr

Elektro-Carbon-Gyrocopter schnell mal um ausleihen, um am We ans Meer zu fliegen. Viel cooler als irgendwelche "Smart to Go". Möge in der Energiespeicherung doch bald endlich mal der Quantensprung eintreten.

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