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04.05.2011

15:17 Uhr

Zulassungen April 2011

Pkw-Nachfrage wächst langsamer

Der Fahrzeugmarkt ist im April langsamer gewachsen als noch zu Jahresbeginn. Mit Ausnahme von Mercedes, Smart und Porsche konnten alle deutschen Hersteller zulegen, die stärksten Zuwächse konnte Opel verbuchen.

Der kontinuierliche Aufschwung von Opel bei den PKW-Zulassungen in Deutschland geht weiter: Die Rüsselsheimer Marke ist im April mit einem Zulassungsplus von 20,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat stärker gewachsen als die deutschen Konkurrenten. Quelle: obs

Der kontinuierliche Aufschwung von Opel bei den PKW-Zulassungen in Deutschland geht weiter: Die Rüsselsheimer Marke ist im April mit einem Zulassungsplus von 20,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat stärker gewachsen als die deutschen Konkurrenten.

DüsseldorfDas Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die Zulassungsstatistik für April 2011 veröffentlicht. Die Neuzulassungen von Pkw's legten um 2,6 Prozent zu, insgesamt sind 266.251 neue Autos auf deutschen Straßen unterwegs. 43,9 Prozent davon wurden von Privatpersonen zugelassen.

Die Liste wird von Volkswagen mit 60.840 Neuwagen angeführt, mit großem Abstand folgen BMW (25.598, inkl. Mini), Mercedes (22.130) und Audi (21.548). Während BMW im Vergleich zum April 2010 nahezu unverändert blieb, konnten VW (+2,1 Prozent) und Audi (+10,2 Prozent) noch leichte Zugewinne verbuchen. Bei den Schwaben gab es hingegen Verluste: Beim KBA wurden 3,3 Prozent weniger neue Porsche angemeldet als im Vorjahresmonat, bei Mercedes war es ein Minus von 9,1 Prozent.

Erfreuliches gibt es von Opel zu vermelden: Mit 20,9 Prozent mehr zugelassenen Fahrzeugen als im Vorjahr können die Rüsselsheimer die größten Zuwächse aller deutschen Hersteller verbuchen. 20.807 neu zugelassene Autos bedeuten im Gesamtranking aktuell Platz fünf für Opel. Noch höhere Steigerungen können vor allem die Importeure aus Asien vorweisen. Mitsubishi konnte seine Zulassungszahlen um mehr als 70 Prozent steigern, Subaru um rund 50 Prozent. Es folgen Chevrolet (+45,1 Prozent) und Hyundai (+38,8 Prozent). Toyota, Mazda, Kia und Daihatsu verloren hingegen etwas. In der Summe wurden 36.981 Autos von asiatischen Herstellern zugelassen - von deutschen Autobauern waren es fast 175.000. Stärkste Importeure vor der asiatischen Armada bleiben Renault/Dacia mit 12.900 Neuzulassungen und Skoda (9.729).

Geländewagen und SUV's erfreuen sich weiter großer Beliebtheit. Im April verzeichnete das KBA in diesem Segment fast 30.000 Neuzulassungen, 35,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ähnlich sehen die Zuwachsraten bei den Vans aus. Geländewagen uns Vans stehen nicht gerade für Ökologie, aber auch in diesem Bereich hat sich einiges getan. Im April wurden 274 Pkw mit Elektro- und 1.036 mit Hybridantrieb neu zugelassen. Der Hybrid-Markt geht aber nach wie vor fast vollständig an den deutschen Herstellern vorbei, rund 90 Prozent kommen von Importeuren. Gegenüber dem Vorjahr sei die Nachfrage nach Autos mit Hybrid-Antrieb laut VDIK-Präsident Volker Lange um fast 30 Prozent gestiegen. Der Anteil von Autos mit Dieselmotoren stieg auf 46,7 Prozent, der gesamte CO2-Ausstoß sank auf 148,5 g/km.

Auch der Nutzfahrzeugbereich konnte im April zulegen. Quelle: picture-alliance

Auch der Nutzfahrzeugbereich konnte im April zulegen.

Die Nutzfahrzeuge lagen mit rund 31.000 Einheiten fast 14 Prozent über Vorjahresniveau. Die Sattelzugmaschinen machten ein Plus von 48,5 Prozent. Mit einem Zuwachs von 52,8 Prozent gab es im Segment von 7,5 bis 12 Tonnen bei den Lkw die größte Aufwärtsbewegung. Nicht ganz an die Vorjahreswerte anknüpfen kann der Motorrad-Markt. Hier sanken die Neuzulassungen um rund fünf Prozent auf 22.184 Einheiten.

Auch bei den Gebrauchten gab es viel Bewegung. Insgesamt wurden 677.631 Fahrzeuge umgeschrieben, was knapp unter dem Vorjahresniveau liegt (-1,8 Prozent). Einzig gebrauchte Motorräder wurden stärker gefragt als im April 2010 (+3,2 Prozent), bei Pkw (-1,7 Prozent) und Lkw (-12,2 Prozent) gab es Rückgänge.

Zwar haben einige deutsche Autobauer Hybrid-Modelle im Angebot, jedoch sind das meistens nur Technologie-Träger im Premium-Segment. Die deutlich höheren Verkaufszahlen erzielen hier die Importeure, auf sie entfallen neun von zehn verkaufen Hybriden. Quelle: Reuters

Zwar haben einige deutsche Autobauer Hybrid-Modelle im Angebot, jedoch sind das meistens nur Technologie-Träger im Premium-Segment. Die deutlich höheren Verkaufszahlen erzielen hier die Importeure, auf sie entfallen neun von zehn verkaufen Hybriden.


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