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06.05.2015

09:24 Uhr

Zulassungsstatistik April 2015

Jeder zehnte Neuwagen ein SUV

Der Boom der kompakten Autos mit dezenter Geländewagenoptik geht weiter, wie die neueste KBA-Statistik jetzt zeigt. Bei den zulassunsgstärksten Marken kommen Sieger und Verlierer aus dem gleichen Konzern.

Private Autokäufer werden immer seltener, mehr als 60 Prozent aller Zulassungen in Deutschland erfolgen auf Unternehmen. dpa

Private Autokäufer werden immer seltener, mehr als 60 Prozent aller Zulassungen in Deutschland erfolgen auf Unternehmen.

FlensburgMit 291.395 Personenkraftwagen lagen die Neuzulassungen im April um 6,3 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Rund zwei Drittel (64,4 %) waren gewerbliche Zulassungen. Die Kompaktklasse nahm mit einem Anteil von 26,4 Prozent (+9,4 %) wiederholt den größten Absatz ein.

Mit einem Plus von 10,2 Prozent erreichten die Kleinwagen nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes einen Anteil von 14,4 Prozent, die Mittelklasse zeigte sich als drittstärkstes Segment mit einem Anteil von 12,8 Prozent (+3,3 %). Jedes zehnte neue Auto war ein SUV (+17,4 %). Zweistellige Rückgänge zeigten sich trotz Saisonbeginn bei den Sportwagen (-12,3 %) und Wohnmobilen (-11,2 %).

Bis auf eine Ausnahme schlossen die deutschen Marken den vergangenen Monat mit Verkaufssteigerungen ab. Smart wies mit einem Plus von +49,2 Prozent den stärksten Zuwachs zum Vorjahresmonat aus, Mercedes-Benz lag hingegen 4,2 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Anteilsstärkste deutsche Marke war VW (21,5 %). Bei den Importmarken dominierten erneut Skoda (5,4 %) und Renault (4,1 %).

50,2 Prozent aller Neuwagen waren Benziner, der Dieselanteil betrug 48,2 Prozent. Mit 684 Einheiten wurden 14,2 Prozent mehr E-Mobile zugelassen als vor zwölf Monaten. Bei den Hybriden waren es 2.891 Fahrzeuge und ein Plus von 25,2 Prozent mehr. Plug-in-Hybride legten um 233,1 Prozent zu. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß lag mit 131,3 Gramm je Kilometer 2,7 Prozent unterhalb des Vorjahreswertess.

Wer 2014 die meisten Autos weltweit verkauft hat

Platz 10: Suzuki

2014 setzte Suzuki weltweit 2,71 Millionen Autos ab. Damit konnte der japanische Autobauer seinen Absatz um ein Prozent steigern - ein vergleichsweise schwaches Ergebnis. Dazu gehörte Suzuki nicht. In den USA ist der Absatz seit Jahren rückläufig und auch in China hat es das japanische Unternehmen schwer.

Quelle: Center of Automotive Management (CAM)

Platz 9: PSA Peugeot Citroën

Seit 2005 wuchs die Branche im Schnitt um 28 Prozent – PSA Peugeot Citroën dagegen musste für den selben Zeitraum einen Rückgang um 13 Prozent hinnehmen. Insgesamt konnte Europas zweitgrößter Automobilhersteller 2,94 Millionen Autos verkaufen – immerhin 4,3 Prozent mehr als 2013.

Platz 8: Honda

Honda konnte seinen Absatz 2014 gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent steigern und hat 4,36 Millionen Autos verkauft. Wie auch Suzuki konnte Honda nicht vom starken Wachstum auf dem chinesischen Markt profitieren. Auch in den USA war der Verkauf im vergangenen Jahr leicht rückläufig. Dafür konnte der japanische Autobauer auf dem heimischen Markt zulegen, ebenso in anderen asiatischen Staaten.

Platz 7: Fiat Chrysler Automobiles (FCA)

Der kleinste der drei Detroiter Autobauer, konnte 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent zulegen und seinen Absatz auf 4,61 Millionen Fahrzeuge ausweiten. Bis 2018 hat der amerikanische Autobauer allerdings ein Absatzziel von sieben Millionen Fahrzeugen ausgegeben – davon ist er noch weit entfernt.

Platz 6: Nissan

Für die meisten japanischen Autobauer ist der US-Markt top – so auch für Nissan. Der Absatz dort nahm 2014 um elf Prozent zu. Weltweit stieg er um 4,1 Prozent, so dass Nissan 5,31 Millionen Autos verkaufte. Im vergangenen Jahr stagnierte aber das China-Geschäft.

Platz 5: Ford

Zu den globalen Verlierern 2014 gehört Ford. Im Vergleich zu 2013 ging die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 0,1 Prozent zurück und sank auf 6,32 Millionen. Ford konnte vor allem in China zulegen – plus 19 Prozent. Meist verkauftes Auto der Welt war 2012, 2013 und 2014 aber der Ford Focus.

Platz 4: Hyundai

Einer der großen Gewinner. Um 5,9 Prozent konnte der südkoreanische Autobauer seine Verkaufszahlen 2014 im Vergleich zu 2013 steigern, insgesamt rund acht Millionen Autos. Viel verkauft hat Hyundai in China - dort ist der Konzern der drittgrößte Player auf dem Markt. Seit 2005 steigerten die Südkoreaner ihre Verkäufe um 130 Prozent. Besonders erfolgreich war Hyundai dabei in den USA, in Europa und in China.

Platz 3: General Motors (GM)

Seit 2005 konnte General Motors in puncto Absätzen nur um acht Prozent zulegen – für den gleichen Zeitraum betrug das Branchenwachstum 28 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Verkäufe 2014 um 2,2 Prozent – auf 9,92 Millionen Fahrzeuge. Ein Drittel davon verkauft General Motors in China.

Platz 2: Volkswagen

Im Vergleich zu 2013 ist der Absatz des VW-Konzerns 2014 um 4,5 Prozent gestiegen. Das liegt auch am China-Geschäft, wo VW aktuell Marktführer ist. Dafür musste der deutsche Autobauer auf dem US-Markt einen Rückgang um zwei Prozent hinnehmen.

Platz 1: Toyota

Der Hybrid- und Wasserstoff-Pionier ist weiter Weltmarktführer. Im Vergleich zu 2013 konnte Toyota seinen Absatz zwar nur um magere 2,5 Prozent steigern, damit hat das Unternehmen allerdings die Zehn-Millionen-Verkaufs-Marke geknackt. Auf dem US-Markt lief es gut. Dort hat Toyota den drittgrößten Marktanteil und verkauft den Amerikaner mittlerweile ein Viertel seiner Produktion.

Auch der Nutzfahrzeugbereich wies mit 33.277 Zulassungen eine Steigerung von sechs Prozent au.f, Sattelzugmaschinen kamen auf acht Prozent Zuwachs. Bei den Motorrädern legte der Absatz um 3,7 Prozent zu.

Das Gebrauchtfahrzeuggeschäft (+6,1 %), entwickelte sich ebenfalls gut. Lediglich bei den Krafträdern gab es einen Rückgang um 3,7 Prozent.

Von

amp

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