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22.01.2006

09:00 Uhr

Trend-Gefährt Quad dpa

Kippelige Angelegenheit: Rasante Fahrt durch die Kurve. (Bild: Yamaha/dpa/gms)

HB SOTTRUM/HANNOVER. Spaß ist der Begriff, den wohl die meisten Besitzer mit ihrem Quad verbinden. Denn die kleinen und wendigen Mischungen aus Motorrad, Kart und Auto gelten grundsätzlich als Fahrzeuge mit hohem Unterhaltungswert.

Und das Interesse an ihnen ist rasant gestiegen: Laut Stephan Immen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg waren Anfang 2004 gerade einmal 23 317 Fahrzeuge in der Rubrik „dreirädrige und leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge“ zugelassen. Ein Jahr später war die Zahl auf 48 327 gestiegen. Außer Acht gelassen wird jedoch oft, dass ein Quad nicht nur Freude machen kann. Der Fahrspaß endet schnell in gefährlichen Situationen, wenn die Besonderheiten beim Umgang mit einem Quad nicht beachtet werden.

„Quads haben ganz spezielle Fahreigenschaften“, warnt Hermann Schenk, Verkehrsexperte der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart. „Sie sind weder Motorrad noch Auto.“ So stammen zwar die Motoren in der Regel aus der Motorradfertigung. Auch sitzt der Fahrer wie beim Zweirad oben auf dem Gefährt. Aber entsprechendes Fahren mit dem „Hineinlegen“ in Kurven wird allein schon durch die vier Räder unmöglich. Vom Auto wiederum unterscheidet ein Quad nicht nur die fehlende Karosserie. Die kurze und meist „hochbeinige“ Bauweise sorgt auch hier für ein kaum vergleichbares Fahrverhalten.

„Quads stammen ursprünglich aus den USA“, erklärt Roger Eggers vom TÜV Nord in Hannover. „Sie wurden als Freizeitfahrzeuge vor allem für den Einsatz im Gelände konzipiert. Für die Straße waren sie eigentlich nicht gedacht.“ Eine Folge der Offroad-Auslegung ist auch die typische Bauweise: Es gibt einen stabilen Rahmen, breite und dicke Reifen, manchmal Allradantrieb - und eben die hohe Sitzposition, die zugleich auch den Schwerpunkt des Gefährts erhöht. „Dadurch sind sie zum Teil sehr kippelig“, erklärt Eggers.

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