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19.02.2014

12:39 Uhr

ADAC überteuert

Versicherer bieten günstigere Schutzbriefe

Wer sich auf den Schutzbrief „ADAC Plus“ des größten deutschen Automobilclubs verlässt, der zahlt im Vergleich zur Konkurrenz am meisten. Die günstigsten Anbieter bei gleichzeitig guter Leistung sind die Versicherer.

ADAC-Schriftzug: Der größte deutsche Autoclub hat bei einem aktuellen Schutzbrief-Vergleich schlecht abgeschnitten. dpa

ADAC-Schriftzug: Der größte deutsche Autoclub hat bei einem aktuellen Schutzbrief-Vergleich schlecht abgeschnitten.

StuttgartIn einem Vergleich der Schutzbriefleistungen von Autoclubs und Versicherungen durch die Zeitschrift "auto motor und sport" war der weltweit geltende ADAC-Schutzbrief mit einem Preis von jährlich 84 Euro der teuerste Schutz. Und dies, obwohl beispielsweise die Pannenhilfe beim ADAC-Angebot bei 300 Euro gedeckelt ist. Auch der maximale Tagessatz von 52 Euro für einen Mietwagen liegt am unteren Ende im Vergleich.

Viel besser dran sind die Mitglieder beim Autoclub von Deutschland (AvD). Dort gibt es keine Obergrenze für die Pannenhilfe, das Mietauto darf 60 Euro pro Tag kosten. Dafür kostet der Schutzbrief aber mit 64,90 Euro zwanzig Euro weniger als beim ADAC.

Noch günstiger ist der Auslandsschutz beim ACE mit 62,80 Euro, allerdings ist die Pannenhilfe mit einer Obergrenze von 105 Euro viel zu knapp kalkuliert. Ein gutes Angebot macht dagegen der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD). Für 72,80 Euro bietet der Club unbegrenzte Pannenhilfe und Bergung, mit 60 Euro Tagessatz fürs Mietauto liegt der ARCD mit dem AvD an der Spitze.

Die günstigsten Anbieter bei gleichzeitig guter Leistung sind die Versicherer. In Verbindung mit einer Autoversicherung verlangt die Allianz zum Beispiel nur 9,79 Euro extra für ihren Schutzbrief. Allerdings ist er dafür spartanisch ausgestattet. Die Pannenhilfe darf maximal 100 Euro kosten, das Hotel maximal 60 Euro und der Mietwagen muss mit 50 Euro pro Tag der billigste im Test sei.

Deutlich besser sind die Leistungen der Ergo-Versicherung, die allerdings auch zwischen 55 und 65 Euro für ihre Schutzleistungen verlangt. Bergung und Pannenhilfe dürfen dafür aber auch jeweils 500 Euro kosten und das Hotel ist mit maximal 100 Euro pro Tag das teuerste im Test. Nur beim Mietwagen gewährt Ergo lediglich 52 Euro pro Tag.

Von

fgh

Kommentare (4)

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pizzarro53

19.02.2014, 13:13 Uhr

Am besten ist der Schutzbrief der HUK Coburg. Mir ist einmal in Verona auf der Autobahn mein Lancia auf dem Weg in die Toskana kaputt gegangen (Motorschaden). Transport nach Verona in eine Werkstatt, von dort mit dem Zug nach Arezzo (2 Personen), 7 Tage Mietwagen, Transport meines Wagens von Verona in die Nähe von Arezzo: Kosten damals, ca. DM 2.000, hat die HUK problemlos übernommen. Ohne großes Gezeter. Denen bin ich ewig dankbar für die unbürokratische Hilfe

Account gelöscht!

19.02.2014, 17:24 Uhr

Tja, nur geben die Versicherer ungern zu, dass im Pannenfall dann letztlich doch der ADAC zum tragen kommt, da nur dieser über eine ausreichende Flotte von Pannendienstlern verfügt.

Bei der Bruderhilfe bzw. HUK ist es so.

Oder hat schonmal jemand eine Allianz Pannenstreife gesehen?

joachim69

19.02.2014, 20:16 Uhr

Dann sollte man sich doch erst recht fragen, wieso der ADAC so viel von seinen Mitglieder "abkassiert", wenn er es doch für andere viel günstiger hinbekommt. wo bleibt das überschüssige" Geld?

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