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16.01.2011

09:00 Uhr

Auto-Verkauf

Gute Bilder sind bares Geld wert

Bilder sagen mehr als Worte - das gilt auch für die Fotos der Anzeigen in Kfz-Verkaufsportalen. Wer sich durch die Bildergalerien der Autos klickt, sieht auf den ersten Blick, ob es sich um einen topgepflegten Gebrauchten handelt oder um eine Möhre. Und man muss kein Profi sein, um von seinem zum Verkauf stehenden Auto wirklich gute Aufnahmen zu machen.

Fotografieren dpa

So besser nicht: Wer einfach nur mal schnell auf den Auslöser drückt, der verringert womöglich die Verkaufschancen des Wagens deutlich. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

dpa/tmn HAMBURG. Wer auf die Schnelle auf den Auslöser drückt und unbedacht schlechte Bilder einstellt, lässt selbst ein gebrauchtes Schätzchen unvorteilhaft wirken, und vergibt leichtfertig Verkaufschancen. Gute Fotos erhöhten die Verkaufschancen eines Wagens deutlich, sagt Malte Krüger, Leiter des Deutschlandgeschäfts beim Internet-Fahrzeugmarkt mobile.de. Mehr als 1,4 Millionen Fahrzeuge stehen allein hier täglich zur Auswahl. Mit guten Bildern könnten Privatverkäufer aus dieser Masse hervorstechen und die Aufmerksamkeit potenzieller Käufer auf sich ziehen, und unter Umständen höhere Verkaufspreise erzielen. Denn weil Interessenten nicht in den Wagen hineingucken können, schließen sie vom äußeren Eindruck auf den technischen Zustand. Sieht der Wagen auf den Bildern gut aus, wird wohl auch die Technik in Ordnung sein, lautet die Schlussfolgerung.

Vielen Verkäufern ist dieser Zusammenhang offenbar nicht bewusst. Denn laut Krüger stößt man in den Angeboten immer wieder auf wenig ansprechende Fotos, während die dazugehörende Fahrzeugbeschreibung sehr ausführlich ist. Wer nach einem Gebrauchten sucht, wird aber im Zweifelsfall bei einem solchen Angebot gar nicht erst anrufen. Dabei muss man kein Profi sein, um von seinem zum Verkauf stehenden Auto gute Aufnahmen zu machen. Auch Laien können ihren Wagen mit einer üblichen Digitalkamera so fotografieren, dass er im Verkaufsportal gut rüberkommt und Interessenten neugierig macht.

Wichtig ist dazu zunächst die Vorbereitung: Der Wagen sollte sauber und auch innen gründlich gereinigt sein, empfiehlt Malte Krüger. Für seriös wirkende Innenaufnahmen wird besser sämtliches Krimskrams aus den Ablagen geräumt. das gilt auch für alle persönlichen Gegenstände sowie Aufkleber, ergänzt Conrad Piepenburg, der als Fotograf Werbeaufnahmen für Autohersteller macht. "Interessenten sollen sich vorstellen können, Ihr Auto bereits zu besitzen." Auch Aufnahmen, auf denen am Wagen die schicken Sommer-Aluräder montiert sind, wirken besser als Fotos, auf denen noch die angerosteten Stahlfelgen der Winterbereifung zu sehen sind.

Für die Aufnahme wird der Wagen dann auf einen freien Platz gestellt. Das kann zum Beispiel ein leerer Parkplatz eines Supermarktes sein, schlägt Piepenburg vor. Das hat den Vorteil, dass im Hintergrund nichts vom Hauptmotiv ablenkt. Gute Bilder lassen sich am besten tagsüber bei bedecktem Himmel machen. Im prallen Sonnenlicht gibt es Lichtreflexionen im Lack. Außerdem stören Schattenwurf und starke Kontraste, so der Profi-Fotograf, der zum Thema "Autos fotografieren" einen Ratgeber für Laien geschrieben hat.

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