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27.08.2013

13:49 Uhr

Eine gewichtige Frage

Fahrradträger für Pedelecs im Vergleich

Quelle:MID

Fahrräder mit elektrischer Zusatzkraft sind schwer und verlangen nach einem Transport auf einem besonders stabilen Träger. Der Transport von zwei Pedelecs verlangt schonm ein wenig Rechnerei.

Zwei E-Bikes mit bis zu 30 Kilo je Rad trägt das Flex-Fix-System von Opel. PR

Zwei E-Bikes mit bis zu 30 Kilo je Rad trägt das Flex-Fix-System von Opel.

DüsseldorfAutofahrer nehmen Fahrräder aller Bauarten auf dem Dach, am Heck oder auf der Anhängerkupplung mit auf Reisen. Fahrräder mit elektrischer Zusatzkraft, die Pedelecs, sind deutlich schwerer und verlangen nach einem Transport auf einem besonders stabilen und in den Ausmaßen passenden Träger, der auf der Anhängerkupplung montiert wird.

Pedelecs wiegen zwischen 23 Kilo und 30 Kilo und sind damit mehr als zehn Kilogramm schwerer als Fahrräder ohne Elektromotor und Akkumulator. Außerdem bauen sie breiter und benötigen daher mehr Platz. Das erfordert spezielle Träger für den Transport mit einem Pkw. Aufgrund des relativ hohen Gewichts ist eine Anhängerkupplung dafür der geeignete Befestigungspunkt. Das Dach und die Heckklappe scheiden aus, weil das Auf- und Absetzen der Räder zu anstrengend ist. Außerdem verschlechtern große Lasten auf dem Dach das Fahrverhalten.

Zu beachten ist die maximale Stützlast der Anhängerkupplung, die bei Pkw zwischen 50 Kilogramm und 100 Kilogramm liegt. Auskunft darüber gibt die Zulassungsbescheinigung Teil 1 in Spalte 13. Kleinwagen wie ein Mazda 2 oder ein Dacia Logan vertragen auf dem Kupplungskopf nur 50 Kilogramm, der Opel Corsa 75 Kilogramm. Die Anhängerkupplung des Skoda Octavia oder des VW T5 darf dagegen 100 Kilogramm tragen. Ein Fahrradträger bringt zwischen zwölf und 18 Kilogramm auf die Waage. Damit ist die Mitnahme eines Pedelecs in jedem Fall gesichert.

Die Mitnahme von zwei Pedelecs verlangt ein wenig Rechnerei. Zwei Räder wiegen zwischen 50 Kilogramm und 60 Kilogramm. Ein äußerst leichter und einer der teuersten Träger, der Uebler X21 nano für mindestens 500 Euro, kommt mit 13 Kilogramm Eigengewicht aus. Für einen solchen Transport reicht noch eine Anhängerkupplung mit einer zulässigen Stützlast von 75 Kilogramm.

Der Thule Euro Power 915 für rund 400 Euro eignet sich ebenfalls für den Transport von Pedelecs, wiegt aber selbst schon 18,5 Kilogramm. Zu den Trägern für Pedelecs, die Kenner an erster Stelle nennen, zählt auch der Atera e-Bike M mit 14 Kilogramm Eigenwicht und einem Preis von etwa 350 Euro.

Um das Aufschieben der relativ schweren Räder zu erleichtern, gibt es für die genannten Träger Auffahrrampen als Zubehör. Mit einer ebenfalls als Zusatzausrüstung lieferbaren dritten Schiene eignen sie sich für den Transport von drei Fahrrädern, und wenn es die Stützlast hergibt, auch für drei Pedelecs. Aber die Tragfähigkeit ist nicht alles. Wenn mehr als ein Pedelec auf den Träger kommt, muss auch genügend Raum zwischen den Schienen verbleiben. Der Schienenabstand benötigt mindestens 22 Zentimeter, sonst kommen sich etwa zwei Mittelmotoren in die Quere.

Wenn das Gesamtgewicht von Träger und Pedelecs knapp über der zulässigen Stützlast der Anhängerkupplung liegt, führt das Entfernen des Pedelec-Akkus, der um die drei Kilogramm wiegt, zu Erleichterung – falls er abnehmbar ist. Er kommt dann in den Kofferraum.

Das Gesamtgewicht von Träger und Pedelecs geht der Nutzmasse für den Insassen- und Gepäckraum verloren, ist also von der möglichen Zuladung abzuziehen. Und das Gewicht drückt wegen der Hebelwirkung stärker auf die Hinterachse als das Gepäck im Kofferraum und führt zu einer leichten Entlastung der Vorderachse, was den frontgetriebenen Pkw zum Nachteil, den heckgetriebenen zum Vorteil gereicht.

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