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08.07.2014

11:18 Uhr

Entschädigung für Nutzungsausfall

Kfz-Werkstatt haftet für falsche Beratung

Quelle:Spotpress

Wenn die Werkstatt davon abrät, ein Auto weiter zu nutzen, lässt man es besser stehen. Was aber, wenn der Mechaniker unrecht hatte?

Recht: Falsche Beratung in der Kfz-Werkstatt - Entschädigung für Nutzungsausfall ZDK

Falsche Beratung mit Folgen: Werkstätten können für Nutzungsausfall von Kfz herangezogen werden.

Bezeichnet eine Kfz-Werkstatt ein Auto fälschlicherweise als kaputt und rät von der Weiterfahrt ab, steht dem Halter unter Umständen ein Schadenersatz zu. In einer aktuellen Entscheidung hat das Oberlandegericht Oldenburg eine Kfz-Werkstatt zur Zahlung eines Nutzungsausfalls in Höhe von 6.250 Euro verurteilt.

In dem Fall ging es um einen gebrauchten VW Transporter, der wegen Ölverlustes in einer Kfz-Werkstatt vorgeführt wurde. Der Mechaniker vermutete einen Motor- oder Getriebeschaden und riet von der weiteren Nutzung des Fahrzeugs ab.

Die Halterin klagte daraufhin gegen den Verkäufer – einen anderen Betrieb – und ließ währenddessen ihr Fahrzeug für 197 Tage stehen. Bei einem Gutachten eines gerichtlich bestellten Sachverständigen kam allerding heraus, dass an dem Transporter kein Motorschaden vorlag.

Bei dem Ölaustritt handelte es sich lediglich um sogenannte „Motorschwitzen“, das mit geringem Aufwand abgestellt werden kann.

Die Halterin klagte daraufhin gegen die Werkstatt, die sie falsch beraten hatte. Und sie bekam Recht. Allerdings kürzten die Richter laut dem Verband deutscher Verkehrsrechtsanwälte (VdVKA) die geforderte Summe von 12.000 Euro auf gut die Hälfte. (Az.: 1 U 132/13)

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