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23.05.2012

14:09 Uhr

Erst lüften, dann klimatisieren

Tipps gegen den Hitzestau im Auto

Quelle:dpa

Steht ein Auto im Sommer in der prallen Sonne, wird es fast zur Sauna. Auf mehr als 60 Grad kann sich der Innenraum erhitzen. Parkplätze im Schatten sind gefragt. Auch einige Tricks wirken gegen das große Schwitzen.

Wasser! Nicht nur in der Wüste, sondern auch im Auto droht bei Hitze Dehydrierung. Deshalb sollten Fahrer genügend trinken dpa

Wasser! Nicht nur in der Wüste, sondern auch im Auto droht bei Hitze Dehydrierung. Deshalb sollten Fahrer genügend trinken

Bonn/MünchenAm Thema Kühlung im Auto entzündet sich fast eine Glaubensfrage: Der eine sorgt sich, sich zu erkälten, sobald die Klimaanlage eingeschaltet ist. Sein Favorit für ein angenehmes Klima während der Fahrt sind geöffnete Fenster für angenehmen Durchzug. Dem anderen ist das zu laut, auch einen steifen Nacken könnte er bekommen. Er favorisiert, gegen das Schwitzen ein paar Regler zu bedienen. Was aber sagen Experten?

Dauerhaft die Klimaanlage auf Volldampf zu stellen, macht ebenso wenig Sinn, wie stundenlang mit geöffneten Fenstern zu reisen. Sven Rademacher, Sprecher des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), rät: «Hat sich das Auto in der Sonne aufgeheizt, sollten zunächst Fenster und Türen geöffnet werden, um die größte Hitze rauszulassen.» Auch in den ersten Fahrtminuten dürften die Fenster geöffnet bleiben, bevor man die Klimaanlage einschaltet.

Aber auch mit der Klimaanlage kann falsch umgegangen werden. Um Insassen vor Husten und Schnupfnasen zu bewahren, sollte nur anfangs die niedrigste Temperatur gewählt werden: «Und zwar nur zum Runterkühlen», sagt Hannelore Herlan von der Deutschen Verkehrswacht (DVW). Um einen schnellen Effekt zu erzielen, könne das Gebläse kurzfristig auf Umluft gestellt werden. Danach müsse der Wahlhebel wieder auf Frischluftzufuhr gestellt werden, um den Sauerstoffgehalt in der Luft zu bewahren. Wichtig dabei: Den Luftstrom nicht auf den Kopf richten, so würden Infektionen vermieden, ergänzt Rademacher.

Als Wohlfühltemperatur im Auto empfiehlt Christian Buric vom ADAC 20 und 25 Grad Celsius. «Mehr als sechs Grad sollte der Unterschied zur Außentemperatur aber nicht betragen», schränkt er ein. Vor allem älteren Menschen drohen sonst Kreislaufprobleme, sobald sie das Fahrzeug verlassen.

Weil demnach etwa bei einer Außentemperatur von 33 Grad Celsius 27 Grad für das Auto passend wären, bleibt mancher Schweißtropfen nicht aus. Deshalb rät Herlan dazu, auf den Flüssigkeitshaushalt des eigenen Körpers zu achten: «Eine Flasche Wasser sollte immer dabei sein, um sich vor Dehydrierung zu schützen.» Ungeeignet seien kühle Getränke, weil diese zu noch mehr Schwitzen führten: «Wasser mit Zimmertemperatur oder warmer Tee aus der Thermoskanne sind geeignet.»

Laut Herlan geht von aufgeheizten Fahrern eine erhöhte Unfallgefahr aus. «Starkes Schwitzen führt zu Konzentrationsmangel», sagt sie. «Man wird nervöser, das Autofahren wird zur Anstrengung, man verliert die Gelassenheit - dabei ist genau die so zentral für sicheres Autofahren.» Spätestens wenn der Fahrer spüre, dass sich negative Auswirkungen wie diese anbahnten, sollte er eine Pause einlegen. Besser aber noch früher.

Kommentare (1)

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ignisfan

23.05.2012, 19:20 Uhr

Ein einfaches aber wirksames mittel gegen den "windzug" bei geoeffnetem fahrer-fenster = die beiden hinteren fenster etwa 5 cm zu oeffenen.

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