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24.09.2013

11:27 Uhr

Fahrradbeleuchtung im Test

Teures Licht leuchtet besser

VonAdele Moser
Quelle:Spotpress

Statt der Dynamolichter am Fahrrad sind jetzt auch Batterie- und Akkuleuchten erlaubt. Doch sind diese gut genug, eine herkömmliche Lichtanlage zu ersetzen? Ein Test bringt jetzt Licht ins Dunkel.

Fahrradbeleuchtung im Test - Gutes Licht für gute Sicht Pressedienst Fahrrad

Gutes Licht für gute Sicht, aber auch um besser gesehen zu werden: Für Radfahrer im Herbst und in der Dämmerung ein lebenswichtiges Argument.

Seit August dieses Jahres müssen Fahrräder nicht mehr mit einer Dynamo-Lichtanlage ausgestattet sein. Der Bundesrat hat nun auch Batterie- oder Akkuleuchten freie Fahrt erteilt. Und es gibt keinen Grund, von diesen Lichtanlagen abzuraten, hat die Stiftung Warentest nach einer Überprüfung jetzt festgestellt.

Getestet wurden 17 Fahrradscheinwerfern und 6 Rücklichter – darunter sowohl solche mit Akku als auch mit Dynamo. Das Ergebnis fällt in beiden Gruppen insgesamt positiv aus. Vierzehn Lichtanlagen erhielten das Urteil „gut“, mit „befriedigend“ schnitten sechs Anlagen ab und nur drei waren schlechter.

Für Akku- oder Batterielichtanlagen spricht im Vergleich zum Dynamo das Dauerlicht. Auch wenn das Rad steht, ist eine konstante Beleuchtung vorhanden. Außerdem entfällt die Verkabelung. Wer solch eine Anlage nutzt, sollte aber wissen, dass die Energiespeicher irgendwann leer sind, neu geladen oder ausgetauscht werden müssen.

Die beste Akkuleuchte ist laut Test die „Trelock LS 950 Control Ion“ für 130 Euro. Sie ist teuer, hat aber mit Abstand die längste Leuchtdauer pro Ladung. Nur geringfügig schlechter schnitten die Modelle „Sigma Speedster“ und „BM Ixon Pure“ ab, die mir 90, beziehungsweise 50 Euro deutlich günstiger sind. Heller als alle Dynamoleuchten strahlt die „Philips Saferide“ für 120 Euro.

Nun die Kernfrage: Wie lange leuchten die Akkuscheinwerfer mit einer Ladung? Es kommt drauf an. An vielen Akkuleuchten ist die Helligkeit einstellbar. Je heller das Licht, desto kürzer die Betriebsdauer. Die „BM Ixon IQ“ leuchtet in der hellsten Stufe fünfdreiviertel Stunden, in der dunkelsten über 21 Stunden. Die „Trelock LS 950“ schafft mit einer Akkuladung gut elf beziehungsweise 47 Stunden. Dagegen sind die eindreiviertel Stunden der „Security plus LS 200“ zu kurz.

Dynamoscheinwerfer sind zuverlässig, wartungsarm und immer betriebsbereit. Die besten Scheinwerfer im Test waren die rund 80 Euro teure „BM IQ Cyo T“ sowie die „Trelock LS 875“ für 74 Euro. Beide leuchten den Fahrweg gut aus und blenden den Gegenverkehr nur wenig.

Alle getesteten Dynamoleuchten schalten sich, bis auf die „Büchel Secu Sport“, bei Dämmerung selbstständig ein. Die mit „befriedigend“ bewertete „Axa Luxx70 Plus“ bietet zudem einen USB-Anschluss, über den während der Fahrt Smartphones oder Navigationsgeräte mit Strom versorgt werden können. Übrigens boten alle getesteten Scheinwerfer ausreichend Licht. Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) sieht mindestens 10 Lux vor.

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