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17.05.2017

11:49 Uhr

Fahrradklau in Deutschland

Rad-Diebstahl hat jetzt Hochkonjunktur

Quelle:Spotpress

Fast 1000 Räder werden in Deutschland pro Tag gestohlen. Regional ist das Risiko für den Diebstahl aber sehr unterschiedlich. Stuttgart ist ein sicheres Pflaster, Münster und Leipzig sind Klau-Hochburgen.

Fahrradklau in Deutschland - Das sind die Diebstahl-Hochburgen 2016 SP-X/Mario Hommen

Fahrraddiebe sind jetzt besonders aktiv

Denn in den Monaten Mai bis August gehen 44 Prozent aller Fahrraddiebstähle in Deutschland „über die Bühne“.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen treiben sie wieder hinaus an die frische Luft: die Fahrradfahrer. Zu Tausenden bevölkern sie mittlerweile wieder die Straßen und Wege. Doch auch die Fahrraddiebe legen sich wieder voll ins Zeug. Für sie beginnt nun die wichtigste Zeit des Jahres. Denn in den Monaten Mai bis August gehen 44 Prozent aller Fahrraddiebstähle in Deutschland „über die Bühne“.

Im Jahr 2016 wurden deutschlandweit 332.486 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Über 200.000 dieser Diebstähle wurde in den 100 größten deutschen Städten und in 60 Landkreisen registriert. In seiner alljährlichen Auswertung dieser Zahlen hat das Preisvergleich-Portal Billiger.de wieder einmal regional gravierende Unterschiede herausgefunden. So bleibt Münster Hochrisiko-Stadt schlechthin, während in einer Großstadt wie Stuttgart der Fahrradklau vergleichsweise selten ist.

Mit 1.721 gestohlenen Rädern pro 100.000 Einwohner liegt die Fahrradhochburg Münster im Städteranking nicht mehr einsam an der Spitze, denn als zweite Diebstahlhochburg ist Leipzig mit 1.720 gestohlenen Fahrrädern ganz nah an den traditionellen Spitzenreiter aufgerückt. Die Wahrscheinlichkeit für einen Fahrraddiebstahl ist in beiden Städten um 181 Prozent höher als im Durchschnitt.

Insgesamt wurden in Leipzig im vergangenen Jahr 9.642 Räder entwendet und damit 2.791 Räder mehr als 2015. Damit verzeichnet Leipzig den größten Anstieg bundesweit. Auf Platz drei rangiert Halle (Saale). Hier wurden 1.543 Bikes je 100.000 Einwohner entwendet, was um 152 Prozent überm Durchschnitt liegt. Cottbus belegt den vierten Rang mit 1.513 Diebstählen, danach folgt Magdeburg mit 1.492 Delikten je 100.000 Einwohner.

Ranking zum Fahrraddiebstahlrisiko in den Bundesländer 2016 Billiger.de

Ranking zum Fahrraddiebstahlrisiko in den Bundesländer 2016

Zu den Großstädten mit einem relativ niedrigen Risiko gehören unter anderem München (Platz 72), Bochum (88), Stuttgart (92), Wiesbaden (95) oder Remscheid (100). In Remscheid liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Fahrraddiebstahl um 91 Prozent niedriger als im Durchschnitt.

Auch wenn deutschlandweit die Zahl registrierter Fahrraddiebstähle um 2.688 zurückging, stellten einige Kommunen neue Negativ-Bestmarken auf. In Berlin stieg der Zahl der Diebstähle Im Vergleich zu 2015 um 2.173 auf 34.418.

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Auf Ebene der Bundesländer liegen die Stadtstaaten beim Diebstahlrisiko naturgemäß deutlich vorne. Spitzenreiter ist Bremen, wo die Wahrscheinlichkeit eines Fahrraddiebstahls um 149 Prozent überm Durchschnitt liegt, gefolgt von Hamburg (142 %) und Berlin (141 %). Auf Platz vier folgt Sachsen-Anhalt, welches das höchste Diebstahlrisiko unter den Flächenstaaten aufweist. Besonders niedrig ist das Risiko in Bayern (Platz 13), Thüringen (14), Rheinland-Pfalz (15) und dem Saarland.

Eine wiederum auffallend negative Zahl betrifft die geringe Aufklärungsquote. Sie liegt im Schnitt bei lediglich 8,8 Prozent. Somit bleiben 9 von 10 gestohlenen Fahrrädern verschwunden. Oft werden die Räder von zum Teil professionell organisierten Diebesbanden schnell zu Geld gemacht.

Viele gestohlene Räder landen auf dem Schwarzmarkt oder werden sogar über den normalen Fahrradhandel weiterverkauft – oft in andere Städte oder Länder. Der finanzielle Schaden wird auf 177 Millionen Euro pro Jahr geschätzt.

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