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27.09.2014

08:59 Uhr

Gebrauchtwagencheck

Die zwei Gesichter des Renault Modus

VonHolger Holzer
Quelle:Spotpress

Eigentlich gibt es zwei Renault Modus: Den vor und den nach dem großen Facelift. Interessenten sollten deshalb genau hinschauen, denn als Gebrauchtwagen taugen eigentlich nur Modelle der zweiten Generation.

Gebrauchtwagen-Check: Renault Modus - Zunächst zu klein Renault

Renault Modus - zunächst zu klein. Geräumiger wurde er erst ab 2008.

Nachdem Renault 1984 mit dem Espace den europäischen Van erfand und auch 1996 mit dem Scénic die Kompakt-Van-Klasse mitbegründete, hätten die Franzosen 2004 auch in der Mini-Van-Segment Pionierleistungen vollbringen können. Doch der Modus fiel zunächst viel zu klein aus. Geräumiger wurde er erst ab 2008. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Gebrauchtwagenkäufer jüngere Modelle vorziehen sollten.

Wo bei den meisten Modellen das Facelift zur Lebensmitte nur leichte optische und technische Änderungen umfasst, hat es aus dem Modus ein komplett anderes Auto gemacht. War er zunächst nur eine gekürzte, aber dafür höhere Version des Kleinwagens Clio, wuchs er ab April 2008 deutlich in die Länge und wurde zum vollwertigen Mini-Van. Renault reagierte damit auf die berechtigte Kritik am mauen Platzangebot.

Vor allem der Gepäckraum konnte nicht überzeugen, war er doch bei voller Bestuhlung knapper geschnitten als beim preiswerteren Clio. Wer den Modus nicht als reinen Kleinstwagen für den Stadtverkehr nutzen will, sollte daher zur gelifteten Variante greifen. Die ist mit 3,87 Metern rund acht Zentimeter länger und erlaubt auch die gleichzeitige Mitnahme von Fond-Passagieren und Gepäck.

Über die Jahre hat Renault zahlreiche Sondermodelle aufgelegt Renault

Über die Jahre hat Renault zahlreiche Sondermodelle aufgelegt

Mit wirklich überzeugendem Raumangebot wartet aber erst die ebenfalls ab 2008 aufgelegte Langvariante Grand Modus (4,03 Meter) auf. Allen Baujahren und Ausführungen gemein ist aber eine optionale variable Rückbank („Triptic“), die sich nach Hochklappen des Mittelplatzes zusammen- und nach hinten schieben lässt. So gibt es entweder Extra-Beinraum für die hinteren Insassen oder mehr Platz für das Gepäck.

Nicht nur die Plattform des Modus stammt vom Clio, auch die Motoren sind aus dem Kleinwagen bekannt. Ihr Leistungsband reicht von 48 kW/65 PS bis 82 kW/112 PS. Empfehlenswert bei den Benzinern sind der 1,2-Liter-Motor mit Vierventiltechnik und 55 kW/75 PS, noch flotter und kaum durstiger ist die 2007 eingeführte Version mit 74 kW/100 PS. Nur geringe Vorteile bei der Fahrdynamik bietet der 1,6 Liter große, recht durstige Top-Benziner mit 82 kW/112 PS – allerdings ist er als einziger Motor mit einer echten (Vierstufen)-Automatik kombinierbar.

Alternativ können Schalt-Verweigerer bei einigen Motoren noch auf ein automatisiertes Fünfganggetriebe zurückgreifen, das aber mit unkomfortablen Schaltvorgängen nervt. Wer besonders sparsam unterwegs sein will, wählt einen der in zahlreichen Leistungsstufen angebotenen 1,5-Liter-Diesel. Relativ kraftvoll und sparsam ist etwa die ab 2008 angebotene Variante mit 55 kW/75 PS. Empfehlenswert ist es aber bei allen Diesel, auf einen Partikelfilter zu achten; in den meisten Varianten wurde er erst beginnend ab 2006 eingeführt.

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