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16.05.2011

11:50 Uhr

Initiative der Bundesregierung

Wie Elektroautos gefördert werden

Damit die Entwicklung von Elektroautos in die Gänge kommt, plant das Kabinett ein „Regierungsprogramm Elektromobilität.“ Ein Überblick über die Maßnahmen.

Keine neue Idee: Ford Berliner aus dem Jahr 1968 im Berliner Technikmuseum. Das Auto wurde als Studie für ein Elektroauto erstellt und ist nun Teil der neuen Dauerausstellung "Mensch in Fahrt". Quelle: dpa

Keine neue Idee: Ford Berliner aus dem Jahr 1968 im Berliner Technikmuseum. Das Auto wurde als Studie für ein Elektroauto erstellt und ist nun Teil der neuen Dauerausstellung "Mensch in Fahrt".

BerlinBisher gibt es bei rund 42 Millionen angemeldeten Fahrzeugen nur rund 2300 Elektroautos. Bis 2020 soll diese Zahl auf bis zu eine Million Fahrzeuge steigen. Ein Überblick über die geplanten Maßnahmen:

- Die Forschung vor allem bei der Batterietechnik soll bis 2013 mit einer Milliarde Euro zusätzlich gefördert werden

- Verdopplung der Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos von fünf auf zehn Jahre. Das soll für alle bis Ende 2015 zugelassenen Pkw, Nutzfahrzeuge und Leichtfahrzeuge gelten, die rein elektrisch angetrieben werden oder einen CO2-Ausstoß von unter 50 Gramm pro Kilometer haben.

- Die Dienstwagenbesteuerung soll so geändert werden, dass E-Autos beim Kauf nicht weniger attraktiv sind als herkömmliche Wagen. Derzeit wird die Privatnutzung eines Dienstwagens als geldwerter Vorteil dem zu versteuernden Einkommen zugerechnet, der aus dem Bruttolistenpreis berechnet wird. Weil E-Autos im Schnitt bis zu 9.000 Euro teurer sind, wäre dies ein großer Nachteil.

- Die Bundesregierung will mit gutem Beispiel vorangehen: Zehn Prozent neu gekauften oder gemieteten Autos sollen E-Autos sein.

- Sonderfahrspuren: Kommunen sollen die Mitbenutzung von Busspuren erlauben können. Auch Fahrspuren nur für E-Autos sollen möglich sein.

- Besondere Parkflächen für E-Autos, die so eine „Parkplatz-Garantie“ und möglicherweise kostenlose Parkzonen in Städten bekommen könnten.

- Wechselkennzeichen: Wer ein E-Auto als Zweitwagen nutzt, soll mit einem Nummernschild auskommen können. Dann wäre nur für ein Fahrzeug die Versicherungsprämie fällig.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Subventionen_fuer_Konzerne

16.05.2011, 13:02 Uhr

Hier liest man mal wieder nur dummes Zeug. Für Sonderfahrspuren gibt es doch überhaupt keinen Platz und kein Geld, um diese zu bauen oder einzurichten. Vor Kurzem wollte man noch alle LKWs auf eine zusätzliche Spur verbannen. Die 3.Spur auf der A1 wird seit 10 Jahren gebaut.
Die Notwendigkeit von Sonderparkzonen ergibt sich schon allein aus dem Problem der ausgewiesenen Standorte für Lademöglichkeiten. Da werden dann wohl jede Menge Sonderparkzonen gebraucht, in denen die E-Mobile stundenlang zum Akkuladen stehen müssen.
Die zehnjährige KFZ-Steuerbefreiung ist auch nur für die gemacht, die nicht rechnen können. Ein E-Mobil spielt in der Liga der Kleinst- bis Kleinwagen. Die zahlen ca.80 Euro KFZ-Steuern im Jahr. Der Steuerbefreiung in 10 Jahren bringt dann satte 800 Euro. In der Zwischenzeit musste der E-Mobilfahrer aber schon 3x die Akkus für jeweils 6.000 Euro austauschen.
Bei den Wechselkennzeichen gibt es auch kaum Vorteile. Die KFZ-Steuer wird sowieso für E-Mobile erlassen und die Versicherung für E-Mobile müsste auch recht günstig sein, da sich die jährliche km-Laufleistung in bescheidenen Grenzen hält. Außerdem sind die Wechselkennzeichen für alle anderen KFZs auch längst im Gespräch. Die einzigen, die hier von Merkels Großzügigkeiten profitieren, sind die Automobilkonzerne und eventuell die Zulieferer der Akkutechnologien. Die kassieren Subventionen für Forschungen, die sie längst schon betreiben. Deren Ergebnisse sie aber nicht rausrücken, bis Merkel endlich die Subventionen fließen lässt.

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