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17.08.2012

09:30 Uhr

Kfz-Haftpflicht

Im Süden teurer als im Osten

Quelle:MID

Autofahrer in Brandenburg können sich freuen, denn dort veranschlagen die Assekuranzen 2013 die niedrigsten Regionalklassen bei der Kfz-Haftpflicht. In Bayern haben die Pkw-Halter jedoch das Nachsehen.

Die Schadensbilanz der Autofahrer im Osten ist laut GDV geringer als im Süden der Republik. Das macht sich in den Regionalklassen der Kfz-Versicherung bemerkbar. MID

Die Schadensbilanz der Autofahrer im Osten ist laut GDV geringer als im Süden der Republik. Das macht sich in den Regionalklassen der Kfz-Versicherung bemerkbar.

BerlinAutofahrer in Brandenburg können sich freuen, denn dort veranschlagen die Assekuranzen 2013 laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die niedrigsten Regionalklassen bei den Kfz-Haftpflichtversicherungen. Dabei handelt es sich um einen gewichtigen Faktor bei der Berechnung der Prämien. In Bayern haben die Pkw-Halter eher das Nachsehen.

Am günstigsten kommen bei der Berechnung der Kfz-Haftpflicht die Halter eines Fahrzeugs in der Region Elbe-Elster weg. Dort gilt die Regionalklasse eins von zwölf, die Tarife liegen bei 71,15 Prozent des Bundesdurchschnitts, gefolgt von Oberspreewald-Lausitz mit 71,24 Prozent und Ostprignitz-Ruppin mit 72,30 Prozent.

Am teuersten fahren die Autofahrer im bayerischen Kaufbeuren mit 131,05 Prozent und in der schwäbischen Bezirkshauptstadt Augsburg mit 125,53 Prozent; in beiden Zulassungsbezirken gilt die höchste Regionalklasse 12. Kostet ein VW Golf 1.4 in der Region Elbe-Elster jährlich 258 Euro für die Haftpflichtversicherung, so sind in Kaufbeuren satte 388 Euro für den gleichen Wagen zu den selben Konditionen fällig.

Von den Einwohnern der sechzehn Landeshauptstädte müssen die Bürger in Wiesbaden mit 125,05 Prozent am tiefsten in die Tasche greifen, gefolgt von Berlin mit 122,78 Prozent und Hamburg mit 121,52 Prozent. Am günstigsten kommen die Landeshauptstädter in Schwerin mit 84,54 Prozent und Bremen mit 91,42 Prozent weg.

Bei der Teilkasko finden sich unter den Top-5 der günstigsten Regionen mit Herford, Münster, Bielefeld und Gütersloh gleich vier Bezirke in Nordrhein-Westfalen mit Prozentsätzen zwischen 59,7 und 62,25 der bundesdurchschnittlichen Prämie. Unter den zehn teuersten Regionen finden sich acht bayerische Bezirke.

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Wer eine private Haftpflichtversicherung hat, kennt sie vielleicht, die so genannte „Benzinklausel“. Sie beschäftigt in der Praxis häufig die Gerichte, da ihre Abgrenzung ist nicht immer ganz einfach ist.

Schlusslicht ist mit einem Prozentsatz von 199,33 Prozent der Kreis Ostallgäu. Bei der Vollkasko kommen Niedersachsen am besten weg: Am billigsten betreiben die Autofahrer in Oldenburg ihr Fahrzeug (75,97 Prozent), am härtesten trifft es auch hier die Ostallgäuer mit 144,31 Prozent.

Generell ist ein Süd-Ost-Gefälle bei den Regionalklassen zu beobachten. Das liegt daran, dass die Schadensbilanz der Autofahrer im Osten geringer ausfällt als im Süden. Die Regionalstatistik hilft den Versicherungsunternehmen, die Beiträge für die Autoversicherung zu berechnen. Je niedriger die Einstufung in der Versicherungsklasse, desto günstiger ist die Autoversicherung.

Die einmal im Jahr vom GDV herausgegebene Statistik ist für die Versicherer jedoch unverbindlich. Sie spiegelt die Schadenbilanz einer bestimmten Region wider. Die jeweilige Regionalklasse wird vom Fahrverhalten der Autofahrer, von der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge und von den örtlichen Straßenverhältnissen beeinflusst. Außerdem werden in der Kaskoversicherung örtliche Besonderheiten berücksichtigt wie die Diebstahlhäufigkeit, Sturm- und Hagelschäden und die Anzahl der Wildunfälle. Für die Haftpflicht gibt es 12, die Teilkasko 16 und die Vollkasko neun Klassen.

Wer wissen möchte, in welche Regionalklasse sein Zulassungsbezirk fällt, kann sich unter http://www.gdv.de/regionalklassen-abfrage/ informieren.

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