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09.03.2011

08:01 Uhr

Nach dem "Benzin-Gipfel"

So gehts nun mit E10 weiter

Alles soll besser werden bei E10: Mehr Werbung, Garantien der Autohersteller bei Schäden und bessere Informationen direkt an der Tankstelle. Die Ergebnisse des "Benzin-Gipfels" im Überblick.

Ein Mann steht verärgert vor einer Zapfsäule. Quelle: dpa

Ein Mann steht verärgert vor einer Zapfsäule.

BerlinDie wichtigsten Ergebnisse des „Benzin-Gipfels“, mit denen Regierung, Auto- und Mineralölbranche, ADAC und die Biospritindustrie den Verkauf von E10 in den nächsten Wochen ankurbeln wollen:

1. „Die Tankstelle ist der Ort, an dem Verbraucher durch Einsichtnahme in die - von der Deutschen Automobil Treuhand GmbH herausgegebene - Verträglichkeitsliste in der Lage sein müssen herauszufinden, ob ihr Auto E10-Kraftstoff verträgt oder nicht. Daher wird die Mineralölindustrie unverzüglich zur Verbraucherinformation die E10-Verträglichkeitsliste direkt an allen Tankstellen auslegen und darauf hinweisen. Die Mineralölwirtschaft trägt dafür Sorge, dass der Tankwart den Kunden an der Tankstelle auf die E10-Verträglichkeitsliste auch persönlich hinweist.

2. Die Mineralölwirtschaft und Automobilwirtschaft werden verstärkt für das Produkt „Super E10“ in der Öffentlichkeit durch Information werben.

3. Die Fahrzeughersteller und -importeure erklären, dass die Aussagen in der Verträglichkeitsliste zu E10 verbindlich sind.

4. Die Automobilwirtschaft prüft, ein Internetportal E10 einzurichten, das Links direkt zu den Webseiten der Hersteller enthält. Dort sollen die Fahrzeughalter mittels ihrer Fahrzeug-Identifikations-Nummer nachschauen können, ob ihr Fahrzeug E10-tauglich ist oder nicht.

5. Automobilhersteller und Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe werden allen Händlern und Werkstätten unverzüglich die Verträglichkeitsliste zur Verfügung stellen und tragen dafür Sorge, dass die Werkstätten der Hersteller und freie Werkstätten im März und April aktiv ihre Kunden über die E10-Verträglichkeit ihres Fahrzeugs informieren (z.B. beim Wechsel von Winter- auf Sommerreifen und beim Kundendienst).

6. Die Automobilclubs (wie beispielsweise der ADAC) tragen durch ihre Informationsarbeit weiterhin zur Aufklärung der Fahrzeughalter bei.

7. Die Landwirtschaft und die Biokraftstoffwirtschaft beteiligen sich an der Information über die positiven Klima- und Umweltschutzeigenschaften von Biokraftstoffen.

8. Die Bundesregierung wird die Aufklärung der Öffentlichkeit über den Beitrag von E10 zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Ressourcenschonung verstärken und entsprechende Informationsangebote bereitstellen.

9. Die Bundesregierung setzt sich für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitskriterien ein und wird dabei verstärkt den Dialog mit den Umweltverbänden und der Landwirtschaft auch auf EU-Ebene führen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.03.2011, 21:40 Uhr

Fantastisch im doppelten Sinn des Wortes. Das ändert alles nichts an der Tatsache, daß Lebensmittel nicht in den Tank gehören. Glücklicherweise hat sich die Mehrheit eine gesunde Sensibilität dafür bewahrt, unabhängig davon ob der fahrbare Untersatz nun E10 mehr oder weniger lang verträgt.

Warum beschränkt man die Ethanolerzeugung nicht auf pflanzliche Abfälle? Davon gibt es überall mehr als genug und viele Gegenargumente würden damit entfallen.

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