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11.05.2011

11:30 Uhr

Parkrempler müssen warten

Zettel hinterm Wischer reicht nicht

Quelle:dpa

Wer beim Ein- oder Ausparken ein anderes Fahrzeug beschädigt und nur einen Zettel mit Kontaktdaten und Unfallhergang hinter dem Scheibenwischer hinterlässt, begeht Fahrerflucht. Laut ADAC gibt es sogar eine offizielle Wartefrist.

Einparken

Ganz schön eng: Gerade beim Einparken kommt es oft zu ärgerlichen Remplern, die Kratzer im Lack hinterlassen.

MünchenEin "Parkrempler" sollte auch zum eigenen Besten stets auf den Fahrer des Autos warten, das er verbeult hat - oder die Polizei rufen. Sonst drohen Strafen. Wer nach einem leichten Auffahrschaden beim Ein- oder Ausparken nicht so viel Geduld hat, begehe eine Straftat, warnt der ADAC. Es sei in diesem Fall mit Geldstrafen und Punkten in Flensburg rechnen. Außerdem droht der Verlust des Führerscheins.

Hat der Unfallverursacher nicht die Möglichkeit, die Polizei direkt zu benachrichtigen, gilt laut ADAC eine Wartefrist von 30 Minuten. Erst danach dürfe der Unfallort verlassen werden, um den Unfall zu melden. Wie Fahrerflucht in solchen Fällen bestraft wird, hängt von der Höhe des Schadens ab: Bei bis zu 600 Euro werde das Verfahren gegen eine Geldstrafe meist eingestellt, so der ADAC. Macht der Schaden mehr als 1.200 Euro aus, wird der Führerschein für sechs Monate oder mehr entzogen, und es gibt sieben Punkte in der Verkehrssünderdatei. Darüber hinaus verliert der Verursacher den Versicherungsschutz: Laut ADAC zahlt die Kasko den eigenen Schaden nicht. Die Haftpflicht begleicht den Schaden des anderen zwar, fordert dafür vom Versicherungsnehmer jedoch bis zu 5.000 Euro zurück.

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