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27.06.2014

14:37 Uhr

Polsterreiniger im Test

Ätzende Ergebnisse

Quelle:Spotpress

Wenn im Auto mal wieder was daneben geht, hält der Fachhandel regalweise Polsterreiniger parat. Die meisten Produkte halten ihr Werbeversprechen, einige allerdings mit einem negativen Beigeschmack.

Polsterreiniger im Test - Ätzende Ergebnisse Sonax

Polsterreiniger im Test: Leider fehlen bei einigen Produkten Hinweise zu den Inhaltsstoffen oder es werden allergieauslösende Stoffe verwendet.

Es sind nicht immer nur die Kleinen schuld: Wer im Auto krümelt und kleckert, riskiert verdreckte Polster. Spezielle Reiniger aus dem Fachhandel wollen diese Flecken dann schnell und leicht beseitigen. Das hat die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ getestet und dabei herausgefunden, das längst nicht alle Pflegeprodukte ihr Versprechen einhalten. Einige Mittel erwiesen sich zudem sogar als hautreizend und potentiell allergieauslösend.

In Zusammenarbeit mit dem Labor der Firma Kärcher hat die Redaktion zehn gängige Produkte untersucht. Entfernt werden musste typischer Straßendreck sowie Schokoladenflecken.

Am besten mit beiden Schmutzarten kam das Polsterreinigungs-Spray von Westfalia für neun Euro zurecht. Dem Testsieger machten selbst hartnäckige Verunreinigungen nichts aus. Ebenfalls mit „empfehlenswert“ bewertet wurde das Sonax-Extreme-Produkt (8 Euro), der Reinigungsschaum von Liqui Moly (3,50 Euro), der Polsterschaum von Dr. O.K. Wack A1 (12,50 Euro) sowie das Reinigungsspray von Pingo (6,50 Euro).

Nur bedingt empfehlenswert sind die Polsterreiniger von K2 Tapis, Meguiar’s, Nigrin, Caramba und ArmorAll. Zwar können alle Mittel selbst starke Verschmutzungen beseitigen, doch fehlten bei einigen Polsterreinigern Hinweise zu den Inhaltsstoffen oder es werden allergieauslösende Stoffe verwendet.

Die Reiniger von Meguiar’s und ArmorAll kommen außerdem auf einen zu hohen ph-Wert, der bei Anwendungen die Haut reizen kann. Der gemessene Wert von jeweils 12,3 entspricht der Einstufung „ätzend“. ArmorAll hat zwar inzwischen auf Anfrage angegeben, die Rezeptur nun auf einen ph-Wert von 11,4 verändert zu haben. Doch das alte Mittel ist noch im Umlauf und der neue Wert schlittert weiterhin nur knapp am tolerierbaren Bereich vorbei. Für Menschen mit empfindlicher Haut kann das Mittel mit reizender Eigenschaft problematisch sein.

Viele Reiniger offenbarten beim Test noch einen weiteren negativen Aspekt: Es kam nach der Anwendung schneller zur Widerverschmutzung. Das Gewebe nahm den Dreck prompt wieder an, sogar zügiger als vorher. Das gilt besonders für die Produkte von Wack, Meguiar’s, Nigrin, Caramba und Armor All.

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