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09.12.2013

10:51 Uhr

Punktereform und Warnwesten-Pflicht

Was sich 2014 für Autofahrer ändert

Quelle:MID

Die Punktereform der zentralen Verkehrssünderkartei wird wohl zum 1. Mai in Kraft treten. Autofahrer müssen im Jahr 2014 aber auf weitere Neuerungen einstellen.

Zu den Änderungen für Autofahrer in 2014 gehört die Reform der Verkehrssünderkartei. MID

Zu den Änderungen für Autofahrer in 2014 gehört die Reform der Verkehrssünderkartei.

StuttgartAutofahrer müssen im Jahr 2014 mit folgenden Änderungen und Neuerungen rechnen: Dazu zählt nach Einschätzung des Auto Club Europa (ACE) eher nicht die Gewöhnung an eine Pkw-Maut. Deren Einführung erscheint fraglich, weil es weiterhin rechtliche Bedenken wegen der Ausgleichszahlungen für in Deutschland zugelassene Fahrzeuge gibt. Zudem gibt es Zweifel, ob sich das Vorhaben überhaupt rechnet. Denn die geschätzten Pkw-Maut-Einnahmen von rund 800 Millionen Euro werden laut ACE von namhaften Experten angezweifelt.

Ohne Zweifel wird dagegen auch im Pkw das Mitführen der Warnweste zur Pflicht.

Des weiteren müssen alle Neuwagen spätestens ab November 2014 mit einem automatisch arbeitenden Kontrollsystem für den Reifen-Luftdruck ausgestattet sein.

Mehr Umweltzonen werden ausgewiesen, und in der Schweiz wird die Halterhaftung eingeführt. Dadurch wird der Fahrzeughalter bei einem Verstoß in die Pflicht genommen, auch wenn er persönlich nicht daran beteiligt war. Und in Polen soll 2014 das Netz der mautpflichtigen Straßen ausgeweitet werden.

Darüber hinaus wird die Punktereform der zentralen Verkehrssünderkartei voraussichtlich zum 1. Mai 2014 in Kraft treten. Anstatt der bisherigen 18 Punkte gibt es dann nur noch acht, die Eintragungsgrenze liegt dann bei 60 Euro statt 40 Euro.

Die Pflichtseminare sowie die Verlängerung der Tilgungsfrist bei neuen Verstößen fallen laut dem ADAC weg. Zudem werden ausschließlich sicherheitsgefährdende Verstöße gespeichert. So gibt es künftig unter anderem keine Eintragung mehr wegen des unberechtigten Einfahrens in eine Umweltzone.

Auch Beleidigungen im Straßenverkehr führen künftig nicht mehr zu einer Eintragung in das Zentralregister. Aber Vorsicht: Teuer bleiben die Verstöße dennoch. So steigt etwa das Bußgeld für das widerrechtliche Einfahren in eine Umweltzone von derzeit 40 Euro auf 80 Euro.

Kommentare (3)

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Karl

09.12.2013, 17:56 Uhr

Auf welchem Mist ist denn dieser Schwachsinn gewachsen?
Verkehrsrüpel werden entlastet und die Masse muss ein völlig unnötiges Reifenluftdrucküberwachungssystem zukünftig mitkaufen???
Ist ja wieder ein Prima Geschenk für die Autoindustrie.
Und wieder mehr Elektronikschwachsinn...
Wer zu blöd ist den Luftdruck selbst zu kontrollieren soll den Führerschein abgeben - dadurch wird wirklich Verkehrssicherheit geschaffen!

Mitdenker

09.12.2013, 20:20 Uhr

Lieber Karl,
und wie sieht es aus, wenn man sich einen Nagel oder eine Schraube einfängt und auf der längeren Fahrt sich plötzlich der Reifen zu Tode walkt? Auch der Sicherheitsgurt ABS und ESP wurden einst als Schwachsinn abgestempelt. Heute sind alle diese Dinge nicht mehr wegdenkbar uns die Zahl der Todesfäll im Verkehr sinkt trotz höherer Verkehrsdichte weiter!

Karl

10.12.2013, 18:58 Uhr

ja, sie haben recht, wenn dies und wenn das passiert...
Vorsichtshalber kann man ja noch zu Fuß gehen solange einem dabei nichts passiert...

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