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01.08.2013

16:50 Uhr

Ratgeber

Wie Fahranfänger sich günstig versichern

Quelle:dpa

Fahranfänger müssen bei der Autoversicherung oft besonders tief in die Tasche greifen. Doch wer seinen Vertrag genau prüft, kann die monatlichen Beiträge reduzieren. Eine Übersicht

Fahranfänger können sich günstiger versichern. dpa

Fahranfänger können sich günstiger versichern.

HamburgTeil- und Vollkasko, Schadenfreiheitsrabatt, Selbstbeteiligung: Ausgerechnet die Kfz-Versicherung, die jeder Autofahrer benötigt, ist eine der kompliziertesten Policen-Arten. Das macht den Abschluss des richtigen Vertrags für Neulinge schwer. Die Zahl der Tarife ist beinahe uferlos, denn die Unterschiede bei Haltern und Autos sind groß. Doch es gibt einige Tricks, mit denen auch Anfänger günstiger fahren.

Die Suche nach möglichst günstigen Tarifen lohnt sich. Wie viel eine gute Versicherung kostet, lässt sich nicht pauschal beantworten. Immerhin einen Richtwert nennt der Bund der Versicherten (BdV). Demnach muss ein junger Fahranfänger mit mehr als 1000 Euro im Jahr für einen kombinierten Haftpflicht- und Teilkasko-Schutz rechnen. «Es gibt zahlreiche Tarifmerkmale, die über den Preis entscheiden und sich gegenseitig beeinflussen», sagt Katrin Rüter de Escobar vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Einige davon können Fahranfänger beeinflussen und dadurch sparen.

Fahrzeugtyp: Sparen lässt sich bereits bei der Auswahl des Fahrzeugs. Autos werden von den Versicherern jedes Jahr von neuem in eine sogenannte Typklasse eingeordnet. Dabei werde für jede Marke, jedes Modell die Schadenshäufigkeit berechnet und erhoben, wie viel Geld die Anbieter bei diesem Fahrzeugtyp zuletzt aufwenden mussten, um Schäden zu reparieren, erläutert Rüter. Ein Kleinwagen ist günstiger als eine Limousine, da sein Wert in der Regel geringer und hohe Reparaturkosten weniger wahrscheinlich sind.

Alter des Fahrers: Fahranfänger stecken oft in der Zwickmühle: Sie haben meist wenig Geld, ihr Versicherungstarif kann aber teurer als der ihrer Eltern sein. Hintergrund ist das überdurchschnittlich hohe Unfallrisiko der 18- bis 24-jährigen Verkehrsteilnehmer. «Die meisten Gesellschaften stufen Fahranfänger bis 23 Jahre in die hohe Risikoklasse ein», sagt BdV-Referent Timo Voß. Wer die Altersgrenze bald knackt, sollte mit dem eigenen Auto bis zum Geburtstag warten.

Fahrpraxis: Bei manchen Anbietern sinkt die Versicherungsprämie, wenn Fahranfänger bereits Fahrpraxis im Rahmen des «Begleiteten Fahrens ab 17» gesammelt haben. Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen sind die «BF17»-Absolventen um 19 Prozent weniger an Unfällen beteiligt und verstoßen seltener gegen Verkehrsregeln als gleichaltrige Fahrer mit herkömmlichem Führerscheinerwerb.

Anzahl der Fahrer: Wer die Zahl der Fahrer im Versicherungsvertrag begrenzt, spart. Bewegt nur einer das Auto, wird es günstiger.

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