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23.05.2016

13:37 Uhr

Schutz vor Marderbissen

Wenn der Marder am Auto nagt

Quelle:dpa

Beißwütige Marder verursachen jährlich mehr als 60 Millionen Euro Schäden an deutschen Pkw. „Bewährte“ Hausmittel wie Hundehaare, WC-Steine oder Mottenkugeln halten die Tiere kaum fern. Doch was hilft dann?

Marder verursachen jährlich Schäden in Höhe von 64 Millionen an kaskoversicherten Autos.

Steinmarder

Marder verursachen jährlich Schäden in Höhe von 64 Millionen an kaskoversicherten Autos.

Wer sein Auto vor beißwütigen Mardern schützen möchte, kommt um eine Abschottung des Motorraums nicht umhin. Abschottungen verhinderten, dass die Pelztiere mit den scharfen Zähnen in die Nähe von Gummidichtungen, Stromleitungen oder Kühlschläuchen kommen. Für einige Modelle gebe es Nachrüstsätze, einige Hersteller führten es als Sonderausstattung, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Nach Zahlen des GDV verursachen Marder jährlich Schäden in Höhe von 64 Millionen an kaskoversicherten Autos. Nur Glasbruch und Wildunfälle sorgen für noch mehr Kosten in der Pkw-Teilkasko.

Ein Drahtgitter unter der Motorhaube könne auch hilfreich sein, denn Marder mieden solche wackeligen Untergründe, raten die GDV-Experten. Auch wer Kabel und Schläuche mit flexiblen Rohren aus Hartplastik umwickelt, kann das Risiko senden. Aber: Dieser Schutz darf allerdings nicht an die heißen Motorteile kommen. Und Gummimanschetten und Dämmstoffe lassen sich so nicht schützen.

Die angefressene Abdeckung beweist: Hier war ein Marder an Bord. dpa

Marderspuren am Fahrzeug

Die angefressene Abdeckung beweist: Hier war ein Marder an Bord.

Die Kfz-Teilkaskoversicherung kommt für Marderschäden auf. Doch in der Grundversion decke sie laut GDV oft nur die direkt betroffenen Teile ab. Folgeschäden müssten durch einen Zusatzbaustein abgesichert werden.

Wer an seinem Auto oder in der Nachbarschaft Marderspuren entdeckt, sollte den Motorraum reinigen lassen. Denn gerade der Geruch anderer Marder macht die Tiere aggressiv und beißfreudig. Stärker betroffen sind daher Autofahrer mit wechselnden Parkplätzen, die auf diese Weise in die Reviere verschiedener Marder eindringen.

Hausmittel wie Hundehaare, WC-Steine und Mottenkugeln sind wenig tauglich - genauso wie Ultraschallgeräte. Auch Hochspannungslösungen, die den Tieren im Motorraum Elektroschocks geben sollen, sieht der GDV skeptisch - auch wegen möglicher Schäden an der Fahrzeugelektronik und der Gefahr von Elektroschocks bei Menschen.

Kommentare (1)

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Hubert Fink

25.05.2016, 09:16 Uhr

Was hilft?
Ganz einfach, ich habe für meinen Fuhrpark einen Fuhrparkverwalter der alles überwacht.

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