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23.05.2011

16:26 Uhr

Teurer Sprit

So wehrt man sich gegen Preistreiberei

Quelle:dpa

Im Grunde haben es die Autofahrer immer gewusst: Laut Bundeskartellamt beherrschen nur fünf große Tankstellenketten den Markt. Das kann das Tanken teuer machen. Da heißt es sparen - und so geht's.

Preistreiberei an deutschen Tankstellen

Wer sich gegen die Preistreiberei an deutschen Zapfsäulen wehren will, muss Benzin sparen oder im Ausland tanken.

BerlinFreie Tankstellen:Das hilft nur wenig. Denn die eigentliche Gelddruckmaschine der Mineralölkonzerne ist die Ölförderung - einträglich am Ölgeschäft ist also weniger die Tankstelle, sondern die Ölquelle. Die Tankstelle sitze dagegen in der «Kostenklemme», deshalb können nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer auch freie Tankstellen das Preisgefüge kaum beeinflussen.

Im Ausland tanken:In Polen und Österreich sind laut ADAC die Benzinpreise günstiger. Autofahrer, die nach Italien reisen, sollten noch in Österreich tanken. Geht die Reise weiter nach Kroatien, sollte man mit dem Tanken bis Slowenien oder Kroatien warten.

Nicht freitags tanken:Der ADAC hat den teuersten Wochentag analysiert: Das ist oft der Freitag. Der preiswerteste Tag ist meist Sonntag.

Niedrige Motordrehzahl:«Ein Wert von unter 2000 Umdrehungen ist ideal», erklärt Norbert Hartmann vom Auto Club Europa (ACE). Bei Tempo 30 heißt das, in den dritten, bei 40 in den vierten und ab 50 in den höchsten Gang wechseln. «Beim Rollen des Autos unbedingt den Gang drin lassen und nicht die Kupplung treten», rät Hartmann. «Geht man nur vom Gas, wechselt das Auto in den Schubbetrieb. Dadurch sinkt der Spritverbrauch auf null.»

Motor an der Ampel aus:Den Motor an einer Ampel auszuschalten, lohnt sich. Die Angst vieler Fahrer, der Motor nehme dadurch Schaden, sei unbegründet, erklärt ACE-Experte Norbert Hartmann. Allerdings muss man ihm trauen, denn er sagt selbst: «Es gibt keine Studie, die das belegt.»

Kofferraum entrümpeln:Unnötiger Ballast im Auto ist ein echter Spritfresser, ebenso wie Dachgepäckträger vom letzten Ausflug. Schon eine Kofferraum-Zuladung von 100 Kilogramm bedeute für ein 1,5 Tonnen schweres Auto einen Mehrverbrauch von bis zu 6,7 Prozent. Auch für die Fenster gilt: Bei schneller Fahrt Luken dicht. Denn bei geöffneten Fenstern erhöht sich der Luftwiderstand.

Auf Mitfahrer setzen:Sparen lässt sich, indem man teilt. Im Trend liegen Mitfahrzentralen und CarSharing-Angebote. CarSharing wird auf der Internetseite des Bundesverbands CarSharing als «die organisierte, gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen bezeichnet». Online-Mitfahrzentralen findet man im Internet: Mitfahrzentrale.de , Pendlerportal.de oder Mitfahrgelegenheit.de. Dort können Fahrer ihre Strecke in eine Datenbank eingeben und Mitfahrer nach passenden Angeboten suchen - die Kosten für den Weg werden dann geteilt. So kommen alle meist deutlich günstiger ans Ziel.

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Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

23.05.2011, 15:47 Uhr

Der wichtigste Tip fehl, wie meistens: GAR NICHT MEHR TANKEN. Das Auto nur noch da einsetzen, wo es absolut nicht anders geht. Und das sind wenige Ausnahmen. Bequemlichkeit zählt nicht!!!! Ich habe mein Jahresfahrkarte, damit habe ich ein Jahr lang absolute Preisstabilität und komme überall hin.

Captain_Oberschlau

23.05.2011, 18:46 Uhr

Oder einfach mehr Geld verdienen und solche Artikel nicht weiter beachten

Account gelöscht!

24.05.2011, 08:05 Uhr

Dann lade ich Sie herzlichst auf einen Tausch ein! Kommen Sie doch bitte ins ländliche Ostthüringen. Tägliche einfache Arbeitsstrecke 60m km. Bus und Bahnverbindungen gibt es nicht. Achja, Schule und Kindergarten schliessen 1700 so das Sie bei 60 Minuten Fahrzeit über die Dörfer also spätestens um 1530 Feierabend machen müssen. Keine Angst, die Zeit holen Sie am Wochenende wieder rein. Der nächste Supermarkt für den Wocheneinkauf ist nur 3km entfernt, mit dem Fahrrad kein Problem! Bedenken Sie aber das es hier in Thüringen kein Flachland mehr gibt!

Ich hoffe Sie erkennen meinen Sarkasmus! Aber Meinungen wie Ihre zeigen mir das mach einer nicht über seinen eigenen Tellerand hinauskommt. Habe selber jahrelang in der Großstadt ohne eigenes Auto gelebt - Problemlos! Nach der Rückkehr in die Heimat mußte ich feststellen das unsere Familie mit nur einem KFZ hart an der Grenze lebt! Hier im ländlichen Raum sind 2 KFZ quasi Pflicht!
Und wo es keine Bus und Bahnverbindungen gibt nützt Ihnen Ihres Jahreskarte herzlichst wenig!

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