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24.05.2016

13:18 Uhr

Tipps zum Oldtimerkauf

Der Schatz in der Scheune

Quelle:dpa

Eine Entdeckung in Opas Garage sieht oft wertvoller aus als sie tatsächlich ist. Zwar sind Scheunenfunde und Autos aus erster Hand oft gut erhalten, aber nicht jedes Modell entpuppt sich tatsächlich als Wertanlage.

Rosige Aussichten: Autos wie dem BMW 325e bescheinigen Experten Potenzial bei der Wertentwicklung. dpa

BMW 325e

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Der Oldtimermarkt wächst stetig. Immer mehr Großserienmodelle nähern sich der 30-Jahres-Grenze. Diese verspricht mit dem H-Kennzeichen günstigere Steuer- und Versicherungssätze. „Allgemein bezeichnet man Fahrzeuge in einem Alter über 30 Jahren und/oder mit H-Kennzeichen als Oldtimer, bei Youngtimern orientiert man sich an einem Alter ab 20 Jahren”, sagt Marius Brune von Classic Data, wo Daten zur Bewertung von historischen Fahrzeugen gesammelt werden.

„Zunächst sollte sich jeder Interessent darüber im Klaren sein, was er mit einem älteren Gebrauchten, einem Young- oder Oldtimer vorhat”, rät Brune. „Ob er das Fahrzeug als Liebhaber halten und nur ab und zu im Urlaub fahren möchte, ob er es alltäglich nutzen will oder es als Geldanlage sieht.”

Opas Baby-Benz: Längst sind die ersten Jahrgänge des von 1982 bis 1993 gebauten Mercedes 190 reif für das H-Kennzeichen. dpa

Mercedes 190

Opas Baby-Benz: Längst sind die ersten Jahrgänge des von 1982 bis 1993 gebauten Mercedes 190 reif für das H-Kennzeichen.

„Wer auf eine Wertsteigerung spekuliert, sollte sich nicht auf die Brot- und Butter-Versionen, sondern auf Sondermodelle konzentrieren”, empfiehlt Brune. „Beim Golf 2 beispielsweise ist es der GTI, der Potenzial hat, beim 3er BMW der 325e oder beim A-Corsa der GSi.” Wichtig sei, dass es sich um die jeweiligen Originale, und nicht um aufgerüstete Basismodelle handelt.

Das Standardmodell des Golf 2 oder des BMW 318 mit karger Basisausstattung und kleinster Motorisierung wird wohl häufiger noch günstig und gepflegt zu finden sein, vermutet der Experte. Ein solch typisches Rentnerauto - oft auch in ungeliebten Farben wie „Leberwurst-Metallic” - verspreche jedoch selbst bei geringer Laufleistung keine große Wertsteigerung. „Wichtig ist auch, dass diese Youngtimer nicht verbastelt sind, also keine nachträglich eingebauten Tuningsätze haben.”

Hat sich der Interessent einen Überblick über die Marktlage seines Wunsch-Oldtimers verschafft, lauert die nächste Hürde im Fahrzeug selbst, genauer gesagt bei der Technik. „Hat der Klassiker über Jahre gestanden, muss der Käufer mit Standschäden rechnen, auch später noch”, sagt Matthias Gerst, Oldtimer-Sachverständiger des Tüv Süd. „Hauptsächlich an der Bremsanlage, den Reifen und allen Gummiteilen.”

Kommentare (1)

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Hubert Fink

25.05.2016, 09:14 Uhr

Diesem Artikel kann ich nur zustimmen.
Als erfolgreicher Leistungsträger in dieser Gesellschaft, un eine Unmenge an Schiffsbeteiligungen, habe ich das Vergnügen, auch einige alte Autoschätzchen mein eigen nennen zu dürfen.
Ich weiß das erzeugt alles Sozialneid, aber dafür muß man eben seinen Hintern bewegen.

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