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01.06.2016

09:18 Uhr

Trend zu Ganzjahresreifen

Einer für alle Bedingungen

Quelle:Spotpress

Reifenwechsel zu Ostern und im Oktober: Nein danke! So denken mittlerweile immer mehr Autofahrer und greifen zu Ganzjahresreifen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Trend Ganzjahresreifen - Einer für alle Bedingungen Dunlop

Einer für alle Bedingungen

Die Herausforderung: Den Ganzjahresreifen so auszulegen, dass er unterschiedliche Anforderungen bei Fahrten auf trockener Fahrbahn und Nässe bei sommerlichen und winterlichen Bedingungen meistert.

Ganzjahresreifen sind im Kommen. Auf der diesjährigen Reifenmesse in Essen präsentierte fast jeder Hersteller ein solches Produkt. Auch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) meldet steigende Absatzzahlen für die Allrounder. Laut GfK machten sie bereits 16 Prozent aller verkauften Reifenmodelle aus. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Die vergleichsweisen milden Winter der vergangenen Jahre lassen Autofahrer in schneearmen Gebieten an der Sinnhaftigkeit von Winterreifen zweifeln und nach Alternativen zu dem saisonalen Reifenspezialisten suchen. In Ballungsgebieten ist zudem das Auto nur eine Option für die individuelle Mobilität und kann bei extremen Witterungsbedingungen stehen gelassen werden.

Dazu kommen die gestiegenen Kosten für den Reifenwechsel bei Fahrzeugen, die über ein direkt messendes Reifenluftdruck-Kontrollsystem verfügen. Hier kommen Sensoren zum Einsatz. Diese messen in jedem Rad Reifendruck und Temperatur. Der Radsensor sendet die Daten sowie eine Identifikationskennung an ein Steuergerät. Ein Druckverlust wird so für jedes Rad exakt und sehr schnell angezeigt. Die Messtoleranz des Systems liegt bei unter 0,1 bar.

Die Genauigkeit hat aber ihren Preis. Für die Ausstattung eines zweiten Reifensatzes, der für den Saisonwechsel nötig ist, muss der Kunde mit Mehrkosten von ca. 50 Euro pro Rad rechnen. Je nach Fahrzeughersteller und Vorgaben können die Preise aber auch deutlich darüber liegen.

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Es bleibt aber nicht nur bei den höheren Kosten für die Anschaffung. Der Umrüstprozess von Winter- auf Sommerpneus und umgekehrt wird mit direkt messendem RDKS zeitaufwändiger, komplizierter und damit teurer. Der Verband für den Reifenfachhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) rechnet mit einem Aufpreis für einen Reifenwechsel an Privatfahrzeugen mit aktivem RDKS zwischen 6 und 7 Euro. Mit Ganzjahresreifen muss außerdem kein zweiter Satz Reifen zwischengelagert werden. Wer über keine eigene Garage oder einen Lagerraum verfügt, zahlt für den Lagerservice beim Reifenhändler oder in der Werkstatt.

Gab es Ganzjahresreifen früher nur in kleinen Dimensionen sowie mit eingeschränkten Geschwindigkeitsfreigaben, sind sie heute schon bis 18-Zoll-Größen erhältlich. Speedindizes bis V (240 km/h) sind keine Seltenheit mehr. Und die Reifen werden nicht nur für Pkw und Transporter angeboten, sondern auch für SUV.

Die grundsätzliche Herausforderung bei der Entwicklung eines Ganzjahresreifen besteht darin, den Pneu so auszulegen, dass er die unterschiedlichen Anforderungen bei Fahrten auf trockener Fahrbahn und Nässe bei sommerlichen und winterlichen Bedingungen allesamt zufriedenstellend meistert. Waren die ersten Ganzjahresreifen auf dem deutschen Markt eher verkappte Winterreifen, sind bei den heutigen Nachfolgern Profildesign sowie Gummimischung so abgestimmt, dass sie mit allen Straßen- und Wetterlagen gut zurechtkommen.

Zielgruppe für die Anschaffung eines solchen Allrounders sind Autofahrer, die eher in schneearmen Gebieten zuhause sind und überwiegend Kurzstrecken absolvieren sowie bei extremen Wintereinbruch das Fahrzeug stehen lassen können. Wer aber schon regelmäßig in die Berge zum Skilaufen fährt, dürfte mit einem Kältespezialisten und mit dem saisonalen Reifenwechsel besser bedient sein.

Kommentare (1)

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Herr Otto Lehmann

02.06.2016, 09:14 Uhr

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