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20.01.2011

10:04 Uhr

Verehrsunfälle

Verhängnisvoller Schluck auf den Schreck

Wer in einen Unfall verwickelt ist, der sollte auf den Schreck keinen Alkohol trinken - zumindest nicht, bevor die Polizei eintrifft. Genehmigt sich ein geschockte Autofahrer doch ein Schlückchen, verliert er den Versicherungsschutz - egal, ob er später nachweisen kann, dass der Alkohol nicht vor, sondern erst nach dem Unfall getrunken wurde.

Wie die Deutsche Anwaltshotline berichtet, war im konkreten Fall ein Autofahrer mit seinem Leasingfahrzeug gegen eine Ampel gefahren. Der Mann war nach Ansicht der Polizei zum Unfallzeitpunkt betrunken, während er selbst angab, er habe erst nur kurz nach dem Ereignis einen Schluck zur Beruhigung zu sich genommen.

Die Versicherung jedenfalls verweigerte jegliche Leistung, deswegen ging der Autofahrer vor Gericht. Das stellte abert fest, die Vorher-Nachher-Frage des Alkoholkonsums spiele gar keine Rolle, denn auch durch einen nachträglichen Schluck verletze der Mann seine Pflichten. Denn er verhindere damit grob fahrlässig die Feststellung einer möglichen Voralkoholisierung.

(Kammergericht Berlin, Az. 6 U 209/09)

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