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19.11.2012

13:39 Uhr

Vergleich kann sich lohnen

Neue Rabatte der Kfz-Versicherer

Quelle:dpa

Stichtag ist der 30. November: Bis dahin müssen sich Autofahrer entscheiden, ob sie ihre Kfz-Versicherung wechseln wollen. Die Kündigung der bestehenden Police will gut überlegt sein, denn günstiger heißt nicht immer besser.

Gut und günstig geschützt? Wer sein Auto 2013 neu versichern will, hat nur noch bis zum 30. November Bedenkzeit. dpa

Gut und günstig geschützt? Wer sein Auto 2013 neu versichern will, hat nur noch bis zum 30. November Bedenkzeit.

Henstedt-Ulzburg/LeipzigZu Beginn dieses Jahres haben erste Autoversicherer die neue Rabattstaffel eingeführt. 2013 dürften fast alle Unternehmen nachziehen. Bei der neuen Staffelung sinkt die obere Prämiengrenze teilweise deutlich. Außerdem ist für langjähriges unfallfreies Fahren nicht mehr wie bisher bei einem Beitragssatz von 30 Prozent Schluss. Wer davon profitieren möchte, muss seine bestehende Kfz-Versicherung bis zum 30. November kündigen.

«Das Rad wird nicht neu erfunden: Die Leistungen bleiben etwa gleich, einige Beitragssätze ändern sich, nur Führerscheinneulinge haben Vorteile», fasst Bianka Bobell die im nächsten Jahr zu erwartenden Änderungen zusammen. In der Tendenz gebe es keine Beitragsminimierung, sondern eher eine leichte Steigerung, stellt die Beraterin beim Bund der Versicherten fest.

Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen rät, sich von der neuen Rabattstaffel nicht blenden zu lassen: «Zum Beispiel bedeuten halbierte Prozentsätze nicht gleich eine halbierte Prämie. Außerdem können sich auch die Bedingungen geändert haben, zum Beispiel bezogen auf den sogenannten Rabattretter.

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Wenn der bei einem Versicherungswechsel entfällt, kann das im Falle eines Unfalls zusätzliche Prämien in Höhe von mehreren hundert Euro bedeuten.» Dass die Regelung, nach der sich Versicherte nach 25 Jahren unfallfreier Fahrt einen Crash ohne Auswirkungen auf die Prämienhöhe leisten konnten, in Zukunft wohl bei allen Versicherungen wegfalle, nennt Bobell «sehr bedauerlich».

Deshalb sei manchen Autofahrern auch von einem Wechsel abzuraten: «Das Vertragswerk bei Abschluss gilt weiter», der Rabattretter kann also gerettet werden. Wenn jemand allerdings beim gleichen Unternehmen etwa von Voll- auf Teilkasko wechsle, gelte das gesamte neue Vertragswerk. «Wenn man vergleicht, wird man immer jemanden finden, der ein paar Euro billiger ist», stellt Katrin Rüter de Escobar fest.

Das Verhalten einer Versicherung im Schadensfall sei aber mindestens ebenso wichtig, betont die Expertin vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Sie rät, bei Freunden, Kollegen und Bekannten nachzufragen, die schon Unfälle hatten. «Das Wichtigste ist doch, dass alles schnell, einfach und zu meiner Zufriedenheit abgewickelt wird. Denn was Autofahren wirklich teuer macht, ist bestimmt nicht die Versicherung», verteidigt Rüter ihre Branche. Benzin und Wartung schlügen viel stärker zu Buche. Und auch wenn die Versicherungstarife leicht gestiegen seien, lägen sie immer noch auf dem Niveau der 80er Jahre.

Auch Bobell warnt davor, sich nur an der Prämie zu orientieren: «Billig kann auch bedeuten, nach einem Unfall den ein oder anderen Schaden selber zahlen zu müssen.» So komme es im ländlichen Raum häufiger zu Unfällen mit Tieren. «Bei manchen Anbietern sind aber nur Zusammenstöße mit Haarwild, aber nicht mit einem Hund versichert», erläutert die Beraterin. «Und wenn ein Marder am Kabel knabbert und das Auto später einen Motorschaden hat, wird das teuer.»

Kommentare (1)

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schepper

11.12.2012, 09:49 Uhr

Erhöhung der Kfz.-Haftpflichtprämie bei AXA um 33%!

Als Leser vermisse in Ihren Berichten, daß AXA die Kfz.-Haftpflichtprämie für Kunden zB. um 33% von 2012 bis 2013 erhöht hat. Ich bin seit 1969 unfallfrei gefahren und keine der relevanten Daten hatte sich laut Rechnung geändert. Eine Begründung konnte mir eine Sachbearbeiterin von AXA (Frau Kloth) telefonisch am 21.11.2012 nicht geben.
Mit freundlichen Grüßen
Klaus Schepper
P.S. Beweise kann ich beibringen

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