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14.05.2013

13:40 Uhr

Vier mal gute Noten

Elf Motorradhelme im Test

Quelle:MID

Zu laut findet der ADAC in seinem jüngsten Test von elf Tourensporthelmen gleich alle Modelle. Das liegt vor allem an der veralteten Prüfnorm. Sicher und komfortabel sind meist die teureren Modelle.

Test von elf Tourensporthelmen für Motorradfahrer haben die Prüfer vier Mal die Note "gut", fünf Mal "befriedigend" und zwei Mal ein "ausreichend" vergeben. PR

Test von elf Tourensporthelmen für Motorradfahrer haben die Prüfer vier Mal die Note "gut", fünf Mal "befriedigend" und zwei Mal ein "ausreichend" vergeben.

MünchenElf aktuelle Tourensporthelme für Motorradfahrer zu Preisen zwischen 95 Euro und 230 Euro hat der ADAC getestet. Neben dem Unfallschutz haben die Tester auch die Sicht und das Visier, die Aerodynamik und Geräuschentwicklung sowie die Handhabung und den Komfort überprüft. Testsieger mit der Note "gut" ist der "Nolan N 86" für 200 Euro, der guten Unfallschutz und hohen Tragekomfort bietet.

Knapp dahinter landet der mit 230 Euro teuerste Helm "Shark S 900 C", der in puncto Komfort sogar noch einen Tick besser abschneidet als der Testsieger, in den übrigen Kategorien aber leicht abfällt. Ebenfalls "gut" - beim Unfallschutz allerdings nur knapp ein "befriedigend" - haben der 200 Euro teure "HJC IS-17"und der "Probiker RSX5" für 175 Euro erreicht.

"Befriedigende" Ergebnisse haben die Prüfer fünf Modellen attestiert: dem "Nexo Fiber Comfort Air" für 205 Euro, dem "Held Brave" für 180 Euro, dem "MTR S-811" für 95 Euro und damit der günstigste Helm im Test, sowie dem 200 Euro teuren "Givi 40.2 GT" und dem "Römer Ulm" für 160 Euro.

Testverlierer mit lediglich "ausreichendem" Resultat sind der "Rocc 520" für 175 Euro und der "LS2 FF384 II" für 145 Euro. Beide konnten beim Unfallschutz nicht überzeugen. Wegen schlechter Stoßdämpfungseigenschaften haben die Prüfer die beiden Helme abgewertet.

ADAC

Bis auf das Modell von Römer verfügen alle Helme über ein Zusatz-Visier, das ein Beschlagen verhindert, was laut dem Automobilclub „einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit“ darstellt. Kritik haben die Tester an der für Hersteller verpflichtenden ECE-Prüfnorm geübt, die seit zehn Jahren gilt. Die Grenzwerte seien viel zu hoch und nicht mehr zeitgemäß.

Zudem beinhaltet die Norm lediglich die Prüfung bestimmter Teile der Helme und nicht die gesamte Helmschale. Nachbesserungsbedarf besteht auch bei dem unter den Helmen herrschenden Geräuschpegel. Alle getesteten Helme seien "zu laut".

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