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09.03.2016

07:29 Uhr

VW Jetta als Gebrauchter

Zu Unrecht ungeliebt

Quelle:dpa

In Deutschland verbinden viele mit dem Jetta immer noch Sonntagsfahrer und Klorollen samt Häkelhülle auf der Hutablage. Tatsächlich aber ist der Jetta ein Goldesel für VW – und als Gebrauchter oft ein Schnäppchen.

Verlässlicher Biedermann: Sein biederes Image kompensiert der Jetta mit Zuverlässikeit. Foto: Volkswagen dpa

VW Jetta

Verlässlicher Biedermann: Sein biederes Image kompensiert der Jetta mit Zuverlässikeit. Foto: Volkswagen

Weltweit ist der Jetta - anders als bei uns - ein Bestseller. Und auch hierzulande bahnt sich ein Imagewandel an. Denn kleine Stufenheckmodelle sind wieder salonfähig. Vor allem wenn sie schnittig gezeichnet sind wie der Audi A3 oder eben der aktuelle Jetta. Technisch ist der schon lange solide - unter dem Blech steckt Golf-Technik.

Der erste Jetta kam 1979 auf den Markt. Weil sich die Unterschiede zum Teilespender an ein paar Fingern abzählen ließen, erhielt er den Spitznamen „Rucksack-Golf”. In Deutschland konnte das Modell gemessen an den Absatzzahlen nie so recht Fuß fassen, aber VW hielt an der Modellreihe fest, in den USA avancierte der er zum erfolgreichsten VW-Modell.

In Deutschland versuchte der Konzern es zur Absatzsteigerung zwischenzeitlich mit den Namen Vento und Bora. Seit der ab 2005 gebauten Generation heißt das Auto wieder Jetta. 2011 kam die sechste Auflage zu den Händlern.

Da der Jetta V (2005 bis 2010) baugleich mit dem Golf V ist, gelten für ihn die gleichen Einschätzungen hinsichtlich der Pannensicherheit. Der ADAC ist in diesem Punkt voll des Lobes. Wie Deutschlands Verkaufsschlager plagen das Stufenheck vergleichsweise wenig Probleme. Dazu gehören entladene Batterien bei Autos der Baujahre 2005 bis 2006, marode Zündkerzen (2007 bis 2010) oder Defekte an der Abgasrückführung bei Dieselfahrzeugen der Jahre 2009 bis 2010.

Zwei Rückrufe gab es: Einer betraf 2009 Jettas der Bauzeit September 2008 bis August 2009 wegen Getriebeproblemen. Ein Softwareupdate des Getriebesteuergerätes sorgte für Abhilfe. Der andere wurde 2008 wegen möglicher Überhitzung der Zusatzheizung bei Autos der Bauzeit Januar 2007 bis Januar 2008 gestartet. Die Fehlfunktion hätte im Extremfall zum Fahrzeugbrand führen können.

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