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19.01.2012

09:10 Uhr

Weckruf aus dem "Winterschlaf"

So klappts auch mit der Starthilfe

Quelle:mid

Um beim Fremdstart eines Autos keinen größeren Schaden anzurichten, muss der Fahrer wichtige Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Das gilt vor allem für Hybrid-Autos.

Starthilfe als letzte Rettung - wenn der Wagen wegen einer schlappen Batterie nicht mehr anspringt, bleibt oft nur der Anruf beim Pannendienst. gms

Starthilfe als letzte Rettung - wenn der Wagen wegen einer schlappen Batterie nicht mehr anspringt, bleibt oft nur der Anruf beim Pannendienst.

Der plötzliche Wintereinbruch hat bei vielen Autofahrern zu Verdruss gesorgt, vor allem, wenn deren Fahrzeug beim morgendlichen Start nach frostiger Nacht nur schwer oder gar nicht in Gang kommt. Ein Kaltstart bei niedrigen Temperaturen bedeutet für die Starterbatterie Schwerstarbeit. So manches Auto versagt dem Fahrer dann auch seinen Dienst aufgrund eines schwächelnden Stromspeichers. Doch mit einem zweiten Fahrzeug mit intakter Bordelektrik und einem Starthilfekabel lässt sich das Pannenauto meist wieder zum Leben erwecken.

Einige Maßregeln müssen für den "Weckruf aus dem Winterschlaf" dringend beachtet werden, um die übrige Elektrik der Fahrzeuge nicht in Mitleidenschaft zu ziehen. Dieselfahrzeuge verfügen über stärkere Anlasser als Benziner und benötigen dadurch auch mehr Strom. Das muss in der Wahl des Spenderfahrzeugs berücksichtigt werden.

Nach Möglichkeit sollte ein gleich oder stärker motorisiertes Auto den Strom zur Verfügung stellen. Bordnetze mit 12 Volt und 24-Volt-Anlagen, zum Beispiel vom Lkw, dürfen auf keinen Fall miteinander verbunden werden.

Die Getriebe beider Autos müssen in den Leerlauf geschaltet sein, bei einer Automatik muss der Wählhebel auf der Parkposition „P“ stehen. Nun gilt es noch, an beiden Autos sämtliche Verbraucher wie Licht, Radio oder Heizung auszuschalten. Das schwarze Kabel dient nun laut TÜV Rheinland dazu, zunächst den Minuspol der intakten Batterie und ein Metallteil der Karosserie oder des Motors des defekten Fahrzeugs zu verbinden.

Um die Batterie nicht zu überlasten, muss der Motor des Spenderfahrzeug laufen. Ist das Pannenfahrzeug angesprungen, ist ein starker Verbraucher an Bord wie zum Beispiel die Heckscheibenheizung einzuschalten. Das nämlich fängt Spannungsspitzen im Bordnetz ab, die entstehen können, wenn die Kabel nun in umgekehrter Reihenfolge wieder abgenommen werden.

Wenn die Lichtmaschine des Havaristen ordnungsgemäß funktioniert, genügen 60 bis 90 Minuten Fahren, um den Stromspeicher wieder voll zu laden – zumindest wenn die Batterie intakt ist und die Energie auch speichern kann. Springt das Fahrzeug nicht an, so heißt es dann ab in die Werkstatt.

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