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22.05.2013

09:42 Uhr

Wenn das Auto den Besitzer wechselt

Papierkram zum Abschied

Quelle:dpa

Wer sein Auto loswerden möchte, muss einigen Papierkram erledigen. Egal, ob ein Auto verkauft oder verschenkt wird - Fallstricke lauern immer. Besser also, man kennt die Folgen und kann vorbeugen.

Nie ohne Vertrag dpa

Nie ohne Vertrag

Berlin/MünchenVerkaufen, verschenken, verschrotten: Es gibt mehrere Wege ein Auto loszuwerden. Entscheidend für den Halter sind zum Beispiel das Alter und der Zustand des Wagens, aber auch sein Potenzial zum Klassiker. In jedem Fall steht Papierkram an.

Warum Fahrzeuge den Besitzer wechseln, darüber führt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg keine Statistik. Einen Eindruck gibt immerhin eine Zahl: 6,88 Millionen Mal wechselten Autos in Deutschland 2012 laut KBA den Besitzer. «Der Privatanteil der Besitzumschreibungen, wenn ein Auto also auf eine Privatperson überging, lag bei 94,8 Prozent», sagt Sprecherin Anna Lena Wismar.

Immer, wenn ein Auto den Besitzer wechselt, sollten schriftliche Vereinbarungen getroffen werden. «Auch eine Schenkung sollte unmissverständlich dokumentiert werden», rät Thomas Achelis vom Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) in München. Denn für die spätere umweltgerechte Entsorgung sei der letzte Halter verantwortlich. «Im Zweifelsfall muss man glaubhaft machen können, dass man das Auto verschenkt hat und der Beschenkte es auch angenommen hat», erläutert ADAC-Rechtsexperte Klaus Heimgärtner.

Wichtig ist eine schriftliche Vereinbarung vor allem, wenn ein Halter sein Auto kostenfrei einem fremden Bastler zum Ausschlachten überlässt. Dieser kann das Fahrzeug nach getaner Arbeit theoretisch jederzeit irgendwo am Straßenrand abstellen: Dann drohe dem letzten Halter gemäß Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetz eine Anzeige wegen umweltgefährdender Abfallentsorgung, warnt KS-Sprecher Achelis. «Im Normalfall werden aber Verwandte beschenkt, und es läuft alles problemlos ab», sagt Heimgärtner.

Verkauft wird ein Auto dagegen meist an jemand Wildfremdes - wenn es nicht beim Händler des Vertrauens in Zahlung gegeben wird. «Hier nutzen die Parteien am besten einen schriftlichen Kaufvertrag in Form eines Mustervertrages», rät Heimgärtner. Enthalten sein sollte in den Standardformularen ein Passus, der die Sachmängelhaftung für den Verkäufer ausschließt. Er haftet dann nur für ihm bekannte Defekte, die er nicht mitgeteilt hat, und für die vereinbarte Beschaffenheit des Fahrzeugs, erklärt Heimgärtner. Mit der Übergabe des Fahrzeugs werden auch Fahrzeugschein und -brief (Zulassungsbescheinigungen Teil I und Teil II) weitergereicht.

Egal ob Privatverkauf oder Schenkung - immer sollten Halter die Kfz-Zulassungsbehörden selbst informieren. Passende Musterformulare mit Überschriften wie «Mitteilung über den Wechsel des Fahrzeughalters» bieten einige Zulassungsbehörden im Internet an.

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