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23.08.2011

14:06 Uhr

911er Carrera für 2012

Segeln mit dem neuen Porsche

VonMartin-W. Buchenau

Der 911er wird einer der Stars der Automesse IAA im September. Die siebte Auflage ist komfortabler ausgelegt - sticht aber auch sportlich die Vorgänger aus. Auf Knopfdruck.

Modelljahrgang 2012: Der Porsche 911 Carrera wird schon 48 Jahre alt. Dem neuen S-Boxer sieht man das nicht unbedingt an. Pressefoto

Modelljahrgang 2012: Der Porsche 911 Carrera wird schon 48 Jahre alt. Dem neuen S-Boxer sieht man das nicht unbedingt an.

WeissachIn Weissach werden die Heiligtümer von Porsche gehütet. Keinen Schritt dürfen Gäste im Porsche-Entwicklungszentrum westlich von Stuttgart unbeobachtet machen. Als Pfand müssen sie an der Pforte ihre Autoschlüssel abgeben. Denn hinter den Garagentoren schlummern nicht nur Prototypen oder Erlkönige, sondern sie bewegen sich auch auf den Werksstraßen, wie etwa der neue voll getarnte Boxster, der gerade vorbeifährt. Aber unser Ziel ist das Schwarzwaldhäuschen mitten auf der Teststrecke. Davor steht das Objekt der Begierde: der neue 911er. Silbergrau, die Scheinwerfer noch leicht getarnt.

Heute am 23. August 2011, hat Porsche die ersten offiziellen Bilder vorgestellt. Auf den ersten Blick hat sich die siebte Auflage der Markenikone nicht weit von ihrem Vorgängermodell entfernt. Der Radstand ist 100 Millimeter weiter, die Windschutzscheibe etwas flacher gezogen. 400 PS sorgen beim 911 Carrera S für das typische Röhren. Trotz 15 PS höherer Leistung verbraucht das 45 Kilo leichtere Fahrzeug mit 8,7 Litern auf 100 Kilometern 14 Prozent weniger Sprit. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 205 g/km.

Mit dem 911er können alle Spaß haben, selbst wenn die meisten Kunden gerade mal zehn Prozent des möglichen Fahrzeugpotenzials überhaupt nutzen. Schließlich ist der durchschnittliche Porschefahrer etwas älter als 50 Jahre. Pressefoto

Mit dem 911er können alle Spaß haben, selbst wenn die meisten Kunden gerade mal zehn Prozent des möglichen Fahrzeugpotenzials überhaupt nutzen. Schließlich ist der durchschnittliche Porschefahrer etwas älter als 50 Jahre.

Größer und komfortabler steht er da. "Das Gesamtpaket ist stimmig. Das Auto kann mehr als sein Vorgänger", betont Bernd Kahnau, Entwicklungschef der 911er-Baureihe. Und der muss es wissen. Nur bei der ersten Auflage 1963 war er noch nicht dabei. Seit 30 Jahren betreut er den 911er. Dieser ist sein letztes Baby. Anfang September geht er in den Ruhestand.

Der neue 911er soll der Star auf der Automesse IAA in Frankfurt Ende September werden. Ich darf schon vorher erfahren, was er kann, demonstriert von dessen Testfahrer in der Entwicklung, der denselben Namen trägt wie der ehemalige Papst: Johannes Paul. Der Mann mit dem grauen Pferdeschwanz steigt lachend ein. Mir schwante schon, dass man auf der Teststrecke von Porsche Gott etwas näher kommen würde. Ich fürchte einen Katapultstart und presse die Knie links und rechts gegen die Innenwände, um nicht wie eine Marionette herumgeschleudert zu werden. "Wir demonstrieren erst einmal das Segeln", sagt Paul. Segeln mit einem 911er - vielleicht ins Kiesbett?

Der Innenraum orientiert sich am Carrera GT. Durch die nach vorne ansteigende Mittelkonsole mit dem rennsporttypisch hoch, besonders nah am Lenkrad liegenden Schalt- oder Wählhebel wird der Fahrer stärker ins Cockpit integriert. Pressefoto

Der Innenraum orientiert sich am Carrera GT. Durch die nach vorne ansteigende Mittelkonsole mit dem rennsporttypisch hoch, besonders nah am Lenkrad liegenden Schalt- oder Wählhebel wird der Fahrer stärker ins Cockpit integriert.

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