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21.10.2011

12:55 Uhr

Audi e-tron Spyder

Hybrid-Sportler mit drei Motoren

Quelle:mid

Die Aufgabe von "Showcars" ist durch ihren Namen definiert. Sie sollen gut aussehen, manchmal auch fahren. So wie der Audi e-tron Spyder. Dafür hat er sogar drei Motoren. Eine Fahrt in einem sündhaft teuren Einzelstück.

So könnte die Zukunft aussehen: der Audi e-tron Spyder. Audi

So könnte die Zukunft aussehen: der Audi e-tron Spyder.

Los AngelesKonzeptstudien und Showcars faszinieren ein Messepublikum oft durch verwegene Formen und verblüffende Lösungen. Bei den Designern, die sie gestalten, sind sie aus anderen Gründen beliebt. Dort können sie sich jenseits aller Praxistauglichkeit und Zulassungs-Vorschriften mal richtig austoben: so, wie beim Audi e-tron Spyder. Designer mögen negative Anstellwinkel der Außenspiegel-Flächen. Sieht unverschämt gut aus, aber man schaut nicht nach rückwärts, sondern nach unten auf den Asphalt.

Bei dieser Probefahrt macht das gar nichts, als Rückspiegel fungiert Bill. Er ist ein Cop, er fährt einen ungefähr fünf Meter langen Ford Crown Victoria mit Suchscheinwerfer und Rammschutz. Bill macht hinter mir den Mullholland Highway dicht, damit ich mit dem e-tron Spyder schwungvoll die Kehren ausfahren kann. Weiter vorn ist Bills Kollege unterwegs und verhindert, dass plötzlicher Gegenverkehr den idyllischen Elektro-Ausritt stört.

Wäre auch zu schade, wenn dem sündhaft teuren Einzelstück auch nur eine Spoilerlippe gekrümmt würde. Mehrere Millionen soll es wert sein, "mehr als eine, weniger als zehn" ist alles, was aus den Audi-Leuten herauszuholen ist. Ersatzteile? Fehlanzeige. Werden sie gebraucht, wie etwa nach einer kleinen Verladepanne im Anschluss an das 24-Stunden-Rennen in Le Mans, müssen sie extra angefertigt werden.

Heute blitzt er wieder makellos unter kalifornischer Sonne, der e-tron Spyder. Die silbergraue Lackierung setzt die Konturen der Außenhaut besonders wirkungsvoll in Szene. Was bei anderen Fahrzeugen zu Recht die Bezeichnung "Blechkleid" führt, ist hier komplett aus Karbon. Oder aus Aluminium. Wie die Felgen. Aus dem Vollen gefräst und 20 Zoll groß wirken ihre 20 Speichen wie die Lamellen eines Turbinenrades. Als ein silbrig schimmernder Alublock sind auch das Lenkrad, der Kühlergrill und die mit Kühlrippen bewehrte Teilabdeckung des Verbrennungsmotors in den Aufbauprozess dieser Konzeptstudie gestartet. Kein Wunder also, dass da ein hübsches Sümmchen zusammen kam.

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