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21.11.2016

09:01 Uhr

Ausfahrt im Audi S4

Alles können – wenig zeigen

VonPeter Eck
Quelle:Spotpress

Wie kaum ein anderes Modell in diesem Segment steht der Allradler für eine sportliche Limousine, die auf den großen optischen Auftritt verzichtet. Dafür glänzt der Audi S4 im wahren Wortsinn mit inneren Werten.

Äußerlich gibt sich der S4 dezent Audi

Äußerlich gibt sich der S4 dezent

Der Ingolstädter kann alles, was eine Sportlimousine in der Praxis können muss. Er ist dynamisch, schnell, präzise und ausreichend sparsam, hält für seine Passagiere aber viel Platz und noch mehr Komfort vor.

Das häufig beschworene Bild vom „Sportler im Maßanzug“ ist zugegeben ein wenig abgedroschen. Aber es passt trotzdem haargenau auf diesen Testwagen: Der Audi S4 ist zwar erst in diesem Jahr auf den Markt gekommen, wirkt aber wie ein alter Bekannter. Kein Wunder, gilt das gleiche doch auch für die bürgerliche Ingolstädter Mittelklasse insgesamt, also den A4 in all seinen Varianten.

Diese Modelle wurden 2015 vorgestellt, erhielten viel Lob für ihre Verarbeitung, den Komfort und die Laufruhe, mussten aber auch Kritik einstecken, und die bezog sich fast immer auf das zwar elegante, vielleicht auch zeitlose, letztlich aber wenig mutige Design. Bösartig interpretiert könnte das heißen: Der A4 ist ein wenig langweilig.

Für das derzeitige Spitzenmodell der Baureihe, den S4 gilt das vielleicht ebenso. „Derzeitig“ übrigens deshalb, weil ein noch stärkerer RS4 mit um die 500 PS ja in Vorbereitung ist, aber erst im Laufe des nächsten Jahres in den Handel kommt.

Aber zurück zum S4, dessen optische Bescheidenheit fast schon zu weit geht und der sich auf den ersten Blick kaum von der normalen Limousine unterscheidet. Das ändert sich allerdings, wenn man den Motor startet und der nagelneue Sechszylinder die Arbeit aufnimmt. Denn das Dreiliter-Aggregat, unterstützt von einem Turbolader und nicht wie beim Vorgänger „nur“ von einem Kompressor, macht sofort Dampf.

Das Cockpit ist hochwertig gestaltet Audi

Das Cockpit ist hochwertig gestaltet

Kaum zu unterscheiden vom A4 ist der Innenraum des S4. Es herrscht kühle Eleganz vor, die Bedienung ist narrensicher und die Verarbeitung exzellent.

Das liegt auch an der vorzüglichen Achtgang-Automatik aus dem Hause ZF, deren erste Stufen kurz und knackig übersetzt sind, dagegen die höheren länger, was auf etwa auf der Autobahn dem Verbrauch zu Gute kommt. Die angegebenen siebeneinhalb Liter sind natürlich illusorisch, aber wir waren – auch wenn es vielleicht etwas komisch klingt – mit unseren elf Litern Durchschnittsverbrauch gar nicht so unzufrieden.

Schließlich wollte der S4 getestet werden, entsprechend hoch war der Anteil dynamisch gefahrener Abschnitte. Im Alltag wird man wohl mit neun bis 10 Litern auskommen, angesichts von 354 PS unter der Haube wahrlich kein schlechter Wert.

Zwei Dinge überzeugten uns an diesem Fahrzeug im Alltag am meisten. Die dank leicht hecklastig ausgelegten permanenten Allradantriebs unerbittliche Präzision des S4, sowohl in Kurven als auch beim Geradeauslauf, sowie der gleichzeitig überraschend hohe Komfort trotz aufgezogenen 19-Zoll-Rädern.

Test: Audi S4 - Alles können – wenig zeigen Audi

Ein Maßanzug hat nun mal seinen Preis

59.300 Euro steht auf dem Preisschild des Basisangebots, 75.000 Euro sollte veranschlagen, wer auf die wirklich wichtigen und einige weniger wichtige Extras nicht verzichten will.

Im Vergleich zu anderen, ähnlich motorisierten Kalibern in dieser Klasse – nennen wir als Beispiel mal den Volvo S60 Polestar – ist der S4 geradezu ein Tiger auf Samtpfoten. Was nun wiederum Fahrer von der Sorte „ich will für mein Geld unverfälschte, sportliche Härte“ eher wieder abstoßen könnte.

Der Audi hat aber weder in Sachen Optik noch Härte solche Muskelprotzereien nötig und ist daher ein echtes Alltagsauto. Natürlich nicht zuletzt auch deshalb, weil man zwei Erwachsene auch hinten gut mitreisen lassen kann und der Kofferraum großzügige 480 Liter Gepäck fasst. Eben wie bei den A4-Modellen.

Kommentare (4)

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21.11.2016, 15:20 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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22.11.2016, 17:05 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

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22.11.2016, 17:08 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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